… ist der Titel eines Gedichts, das ich vor einigen Jahren schrieb und das auch heute noch in seinen Aussagen für mich gültig ist, vielleicht sogar mehr denn je. Wer sich nun fragt, wer oder was Indra ist, bekommt die Antwort darauf in diesem Beitrag. Zwei Anmerkungen vorneweg - erstens: Indra ist ein Gott, der unter anderem in den indischen Veden gepriesen wird; zweitens: ich glaube nicht an Götter (im herkömmlichen Verständnis).
Am ehesten würde ich mich tatsächlich als Atheist bezeichnen, zugleich jedoch durchaus als religiös. Ich bin der Überzeugung, daß Nicht-Glaube „religiöser“ sein kann als Glaube. Die Essenz der Religion liegt für mich in der (grundsätzlich subjektiven und individuellen) religiösen Erfahrung, und nicht in irgendeinem Glauben oder der Befolgung irgendwelcher Vorschriften diverser „religiösen“ Theorien oder Systeme (zu denen ich auch Ideologien zähle).
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Kalendarisch ist ja der Frühling bereits bei uns eingezogen, auch wenn in Konstanz erst vor zwei Tagen noch Schnee fiel und zumindest einige Stunden lang nicht schmolz. Trotz dieser „Widrigkeiten“ (die Natur hält sich glücklicherweise selten an menschlich vorgegebene Weisungen) halte ich wiederum an meiner ursprünglichen Absicht fest, zumindest in diesem Blog den Frühling einziehen zu lassen: mit einem selbst komponierten und arrangierten Musikstück.
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Der dritte und letzte Teil der kleinen Reihe über das Denken und die Wahrnehmung. Denn neben der „äußeren“ Wahrnehmung, über die ich im vorherigen Beitrag schrieb, gibt es natürlich noch die „innere“ Wahrnehmung, oder auch „Innenschau“ genannt. Die Basis für diese Innenschau bildet die Intuition.
Im Gegensatz zum Intellekt ist die Intuition nicht manipulierbar. So wie auch das Unterbewußtsein (mir persönlich sagt der Jung’sche Begriff „Das Unbewußte“ mehr zu) nicht manipulierbar ist im Gegensatz zum Bewußtsein. Intuition entspringt stets dem Unbewußten und muß zunächst einmal wahrgenommen und zugelassen werden (also ins Bewußtsein transportiert werden), um im Anschluß daran mit Hilfe des Denkens (intellektuelle Tätigkeit) übertragen oder übersetzt werden zu können.
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Dies ist die Fortsetzung des ersten Beitrags „Anregung zum Selberdenken“. Nur kurz und sehr gerafft noch einmal zusammengefaßt ging es im ersten Beitrag darum, daß das Selberdenken Bewußtheit voraussetzt, die mensch sich zunächst einmal erarbeiten muß. Dazu zählen auch die Aufmerksamkeit und Genauigkeit bei der Informationsaufnahme via Wahrnehmung durch die Sinne, verbunden mit Achtsamkeit und einem offenen „mind“. Mensch sollte sich einfach darüber bewußt sein, daß es eine ungefilterte, wertneutrale Aufnahme von Informationen schlicht nicht gibt.
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und Aufforderung, der eigenen Wahrnehmung zu trauen. Wer nicht selbst denkt, für den denken andere. Wer nicht selbst denkt, der kann gar nicht sein. Wer nicht selbst denkt, sollte eigentlich gar nicht „ich“ sagen. Wer seiner eigenen Wahrnehmung nicht traut, sollte sich fragen, was mit ihm nicht stimmt. Doch Wahrnehmung setzt eine gewisse Sensibilität voraus und die Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, ohne sie sofort zu bewerten. Daher ist Wahrnehmung zuallererst einmal „Schau“. Dieses „Schauen“ kann auch nach innen gerichtet werden, und es beschränkt sich nicht auf die Informationsaufnahme durch die Sinnesorgane. Wenn es überhaupt „Objektivität“ gibt, kann sie hier im „Subjektiven“ ausgeübt werden.
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