de tempore

Menschen · Musik · Film · Literatur · Philosophie · Psychonautik · Tarot · Natur

Archiv: April 2009

Der Heilsbringer - eine kurze Erzählung

 
Neben Musik-, Film- und Buchbesprechungen ist de tempore von mir auch deshalb ins Leben gerufen worden, um über „Gott und die Welt“ nachdenken zu können und philosophisch tätig zu sein. Philosophie verstehe ich dabei ganz im Sinne von „Liebe zum Wissen“, als Suche, im Gegenteil zur Sophisterei, der „Ansammlung von Wissen“.
 
Mein Selbstverständnis als Autor bietet mir da natürlich auch Möglichkeiten, philosophische Gedanken in die Form der Kurzgeschichte oder Erzählung zu gießen, um nur ein Beispiel zu nennen. Der Heilsbringer ist eine solche kurze Erzählung…
 
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Silent Running - Lautlos im Weltraum

 
Als der US-amerikanische Science-Fiction-Film 1972 (Herstellungsjahr 1971) erschien, war es tatsächlich noch still im Weltraum der SF-Filme. Dies änderte sich bekanntlich mit dem Erscheinen des ersten Films der „Star Wars“-Reihe. Seitdem ist es in Filmen selten still im All. Doch Ende der 1960er Jahre bis Mitte der 1970er ging es den Geschichtenerzählern und Regisseuren noch um etwas anderes als um Kämpfe mit Außerirdischen und bloße Action.
 
Das All ist dunkel. Das All ist leer. Es ist kalt - und still. Und der Mensch machte sich in jenen Zeiten gerade erst auf zu den Sternen. Als Stanley Kubrick die Kurzgeschichte „The Sentinel“ von Arthur Clarke 1968 unter dem Titel „2001 – Odyssee im Weltraum“ verfilmte, wurden diese Tatsachen noch gewürdigt. Darum ist z. B. der Asteroidengürtel hinter dem Mars recht „leer“, und die Szenen auf dem Mond sind wie eine Vorwegnahme der tatsächlich später stattfindenden Mondlandung. Auch Douglas Trumbull, der mit Silent Running als Spielfilm-Regisseur debutierte, achtete darauf, ein möglichst realistisches Weltraum-Szenario auf die Leinwand zu bringen.
 
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Prentice Mulford - Der Unfug des Lebens und des Sterbens

 
Gerade in unserer heutigen Zeit der Rastlosigkeit und der Jagd nach dem „Haben“(-wollen) möchte ich die zeitlosen Essays von Prentice Mulford den Menschen ans Herz legen, die das „Sein“ schmerzlich vermissen. Mulford schreibt klar und anschaulich, verfügt über Tiefgang, verzichtet auf Moralisierungen und liest sich außerdem sehr unterhaltsam. Es dürfte kein Problem darstellen, sich eine deutschsprachige Ausgabe der Sammlung der „Unfug“-Essays zuzulegen, da sie auch heute noch aufgelegt wird.
 
Hatte ich mich im ersten Teil noch darauf konzentriert, das Grundsätzliche in Mulfords Essays herauszukristallisieren und darauf aufmerksam zu machen, daß es einfach nur unstatthaft ist, ihn in die Reihe derer zu stellen, die als „Marketingbeauftragte in Sachen Ego“ unterwegs sind und vom Positiven Denken schwafeln, während sie den „Willen“ einfach nur als Synonym für die Wunscherfüllungsdenkmaschine kleingeistiger Materialisten benutzen, so möchte ich mich in diesem zweiten Teil den Essays selbst widmen.
 
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Prentice Mulford - Neue Gedanken sind neues Leben

 
Von Karl Kraus stammt der Auspruch: „Über das Leben der meisten läßt sich nur sagen, daß sie sehr sehr lange nicht gestorben sind.“ Auf Prentice Mulford trifft dieser Satz sicher ganz und gar nicht zu, da dieser bereits ein sehr bewegtes und abenteuerliches Leben hinter sich hatte, als er zwischen 1885 und 1890 die Essays veröffentlichte, um die es in den zwei Folgen dieses Artikels geht und die auch in Deutschland (teils bereits ab 1909) veröffentlicht wurden. Mulfords Anliegen ist es, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, daß es möglich ist, eben nicht zu diesen „meisten“ zu gehören, von denen Karl Kraus spricht.
 
Prentice Mulford selbst ist dabei die einzige Referenz, die er dafür vorzuweisen braucht. Seine Gedanken, seine Erkenntnisse, seine Folgerungen sind zum einen seinen ureigenen Erfahrungswerten und Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen entsprungen, zum anderen aber schafft es Mulford mühelos, allgemeingültige Thesen und Methoden daraus abzuleiten, die auch heute noch, über 100 Jahre später, aktuell sind und den Geist unabweisbarer Gültigkeit atmen. Daher widme ich mich in diesem ersten Teil zunächst einmal den grundsätzlichen Aspekten in den Texten von Mulford, um dann im zweiten Teil auf einzelne Essays im Besonderen einzugehen.
 
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Solar Fire - ein kreatives Feuerwerk

 
Als Ende 1973 das vierte Album von Manfred Mann’s Earth Band erschien, steckte die Mikroelektronik noch in den Kinderschuhen, und echte Synthesizer waren noch Mangelware. Da gab es das Mellotron (das jedoch eher als Vorläufer des Samplers anzusehen ist also kein Synthesizer im strengeren Sinn), da gab es Modulsysteme (wobei die einzelnen Module miteinander verkabelt werden mußten, was ihnen den Charme einer Telefonzentrale verlieh), und da gab es ein monophones Gerät namens „Minimoog“, ab 1968 in Kleinserie von einem Physiker und Musiker namens Robert A. Moog konzipiert und gebaut, seit 1969/70 den EMS VCS 3 mit einem Minikeyboard und seit 1972 zusätzlich den ARP Odyssey.
 
Alle diese Synthesizer hatten zwei charakteristische Eigenschaften: sie waren monophon (Lauterzeugung nur mit einer Stimme=Taste gleichzeitig – polyphon spielbare Geräte kamen erst nach 1975 auf den Markt) und sie waren nicht stimmstabil, da sie mit Spannungsoszillatoren operierten, die recht allergisch auf Veränderungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit reagierten.
 
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