Nach der Einführung und dem ersten Teil der Geschichte und Entwicklung der Astrologie, der mit der ersten umfassenden Veröffentlichung und Systematisierung durch Claudius Ptolemäus im Jahre 140 schloß, möchte ich nun in diesem und dem nächsten Teil aufzeigen, daß Ptolemäus dem zuzuordnen ist, was wir heutzutage „Mainstream“ nennen würden, denn er stützte sich auf das bis dato angesammelte Wissen seiner Zeit.
Immerhin schrieb er mit seinem „Viererbuch“ ein Standardwerk der Astrologie, das bis in das 17. Jahrhundert hinein uneingeschränkte Gültigkeit besaß. Seine Absicht war es, aufzuzeigen, daß die Astrologie durchaus als zweckdienliche Wissenschaft ihren Teil dazu beitragen könne, um den Menschen dazu zu bewegen, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Daß die Auslegung eines Horoskops von den meisten Menschen eher als ein Diktat aufgefaßt wird statt als Quelle der Selbsterkenntnis, dürfen wir nicht Ptolemäus ankreiden.
weiterlesen… »
In der Einführung ging es in erster Linie darum, aufzuzeigen, daß Astrologie und Astronomie in ihren Anfängen nicht getrennt waren und die „moderne“ Astrologie nicht mit der Astrologie Mesopotamiens vor rund 5000 Jahren gleichgesetzt werden sollte – ebensowenig, wie Astrologie und Astronomie gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Denn die Wurzeln der Astronomie liegen unbestreitbar in der Astrologie.
War die Astrologie der alten Sumerer noch religiöse Wissenschaft, so änderte sich dies spätestens mit dem Aufkommen eines neuen Menschentyps, der nicht mehr in dem Maße eingebettet war in Kult und Religion, wie zuvor der archaische Mensch. Mit dem Auftauchen von Personen wie bspw. Buddha, Lao-Tse, Kung-Futse, Zoroaster, der biblischen Propheten wie Jesaja und Elias und nicht zuletzt in Griechenland Homer, Heraklit, Sokrates, Platon, Aristoteles und Archimedes betrat im Wesentlichen der moderne Mensch die Bühne der Weltgeschichte und schuf die geistigen Grundlagen, von denen wir heute noch zehren.
weiterlesen… »
Aus meiner Sicht ist das ein Scheingefecht. In diesem Beitrag möchte ich verdeutlichen, warum ich das so sehe – auch wenn ich kein ausgewiesener Experte auf diesen Gebieten bin. Manchmal kann es hilfreich sein, außerhalb des Systems zu stehen, da dies eine unvoreingenomme Betrachtung erleichtert. Die Astronomie ist anerkannte Wissenschaft, die Astrologie nicht. Daran scheinen sich gar zu viele Astrologen zu stören. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum.
weiterlesen… »
Dieser Ausspruch von Galilei Galileo dürfte hinreichend bekannt sein. Es war seine Reaktion auf die Anfeindungen seitens der katholischen Kirche auf seine Entdeckung, daß die Erde unmöglich still und in sich ruhend an ihrem Flecken verweilen würde, sondern stattdessen eine Bahn um die Sonne zieht und sich dabei auch noch um sich selbst dreht.
Nun, die Autorin des folgenden Beitrags hat einen interessanten Fund gemacht – es geht um eine “prähistorische” Erdbeere. Dieser Fund regte sie dazu an, sich über die Fabelwelt des Mittelalters sowie der Zufallswelt der modernen Wissenschaft so ihre Gedanken zu machen. Ihr Beitrag “Von Erdbeeren und anderen Fabelwesen” hatte ursprünglich mit Und sie bewegt sich doch! betitelt werden sollen.
weiterlesen… »
Als nach Ende des (I.) Weltkrieges 1918 im Rahmen einer privaten Premiere unter dem Dirigenten Adrian Boult The Planets erstmals öffentlich aufgeführt wurde, wurden die gespielten Musikstücke hochgelobt, besonders aber beeindruckte die Anwesenden der Eröffnungstitel „Mars – Bringer of War“. Denn in diesem Stück schien all das musikalisch zum Ausdruck gebracht zu werden, was diesen Weltkrieg charakterisiert: Der Aufmarsch gigantischer Armeen, die Mechanisierung durch Panzer und Maschinengewehre, die unerbittliche Maschinerie der modernen Kriegsführung, Beklemmung und Grauen.
Der Premierenerfolg führte zu weiteren Aufführungen unter Boult, die komplette Version der „Suite für großes Orchester“ jedoch wurde erst im Herbst 1920 uraufgeführt. Bis dahin waren weitere Details dieses Krieges an die Öffentlichkeit gelangt (die horrenden Opferzahlen, der Gaskrieg, der Grabenkrieg), was dazu führte, daß viele Menschen der Überzeugung waren, „Mars – Bringer of War“ sei eine Reaktion und Verarbeitung dieser Schrecken. Doch Gustav Holst hatte die Arbeit an diesem Stück schon vor Ausbruch des Krieges begonnen und bereits 1915 die Urfassung fertiggestellt. Die gesamte Suite entstand von 1914 bis 1916.
weiterlesen… »