Im vorigen Beitrag hatte ich die verschiedenen Strömungen der heutigen Astrologie vorgestellt und kurz beleuchtet. In diesem letzten Artikel möchte ich eine Möglichkeit ausloten, wie die Astrologie – unabhängig vom Anerkenntnis des etablierten Wissenschaftsbetriebs, doch auch jenseits der „esoterischen Boom-Industrie“ – ihren schlechten Ruf korrigieren könnte, indem sie sich auf das konzentriert, das von der Anlage her schon immer implizit vorhanden war.
Freilich hat das mit der Art Astrologie, die durch die Medien transportiert wird und der „esoterischen“ Spielart, die durch die einschlägigen Foren geistert, herzlich wenig zu tun. Das Problem, die Wurzeln mit dem Neuen zu verbinden und mit ernsthafter Arbeit und der nötigen Geistestiefe eine echte Weiterentwicklung anzustreben, gibt es allerdings in nahezu jeder Disziplin: ob bei Wissenschaft, Religion, Spiritualität oder auch in der Kunst.
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Obwohl die Astrologie bereits zu Beginn des sogenannten naturwissenschaftlich-technischen Zeitalters kaltgestellt und teils sogar verboten wurde (siehe meinen vorherigen Beitrag), bemühen sich ihre Anhänger weiterhin, wissenschaftlich anerkannt zu werden. Bislang ohne Erfolg – natürlich ohne Erfolg, möchte ich hinzufügen, denn sie erfüllt nicht die dazu erforderlichen Kriterien, über die sich seitdem die Wissenschaft definiert.
Ich persönlich finde das Gebuhle um Anerkenntnis weder sinnvoll noch unterstützenswert, denn damit reduziert sich die Astrologie gleichsam selbst. Im ersten Teil dieses Nachtrags möchte ich noch kurz auf die „Beweisführungen“ der Astrologie des 20. Jh. eingehen, um dann den Bogen zu schlagen, welchen Stellenwert eine „geläuterte“ Astrologie in der heutigen Zeit für den Menschen haben könnte, wenn sie nur wollte.
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In diesem fünften Teil steigen wir ohne Umschweife ins Mittelalter ein und vervollständigen den historischen Abriß bis hin in die Neuzeit, die in Europa durch das Aufkommen eines ganz neuen, geistig und materiell einschneidenden Ereignisses geprägt wird: dem wissenschaftlich-technischen Zeitalter, das geistig im 17. Jh. konstituiert wurde und sich seit Ende des 18. Jh. entfaltete, um schließlich fast weltweit seit etwa 100 Jahren in materialistisch-mechanistischer Weise alles andere zu verdrängen – oftmals leider auch den „Geist“.
Doch bereits in der Renaissance wurde das vornehmliche Ende der Astrologie eingeläutet, während ihr Grab spätestens zu Zeiten Galileis, Keplers, Descartes und Isaac Newtons ausgehoben wurde – um eine längst Scheintote zur letzten Ruhe zu betten. Und daran sind die Vertreter der Astrologie des ausgehenden Mittelalters selbst nicht ganz unschuldig. Von dieser „Bestattung“ und der damit einhergehenden Abspaltung der Astronomie von ihrer Mutter, der Astrologie, hat sich diese bis heute nicht erholt.
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Der zweite und dritte Teil war all den Denkern, Philosophen und Wissenschaftlern der griechischen Antike vorbehalten, die sozusagen die wichtigen Vorarbeiten geleistet haben, auf deren Basis Nachfolger wie Epikur, Archimedes, Aristarch, Zenon (Stoiker) und Hipparch – aber auch die Astronomie / Astrologie (Berossos und Ptolemäus) in den folgenden vier Jahrhunderten ihre Arbeiten fortführen konnten.
Dieser vierte Teil wird den Kreis nun schließen mit einem kurzen Abriß des Zeitraumes von etwa 300 v.u.Z. bis ins 4. Jahrhundert hinein, um dann im fünften Teil das Mittelalter bis hin zur Neuzeit zu beleuchten.
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Im zweiten Teil haben wir den Einfluß der Vorsokratiker des antiken Griechenlands auf Astrologie, Naturwissenschaft und Philosophie festgestellt – in diesem dritten Teil dieses Abrisses über die Entwicklung der Astrologie nun kommen wir zu den Sophisten und Philosophen. Menschen wie Sokrates, Platon, Demokrit, Aristoteles betreten die Bühne.
Es ist die Zeit, in der jedoch auch „die hellenische Krisis der Seele“ begann (Friedell). Denn den Gegenpol zu Sokrates und Platon bildeten die Sophisten: Anaxagoras, Protagoras, Gorgias, Hippias und Prodikos, um nur die Bekanntesten zu nennen. Wegen dieser „erfand“ Sokrates sozusagen den Begriff „Philosophie“, in Abgrenzung zu den Sophisten, die er verabscheute. Sein Schüler Platon bezeichnete die Sophisten als „Krämer, der mit Kenntnissen handeln“ und Aristoteles nannte die Sophistik gar eine Wissenschaft des Unwesentlichen, eine Scheinweisheit.
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