de tempore

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Archiv: Juli 2009

Philip K. Dick - Träumen Roboter von elektrischen Schafen?

 
Wie in der Einführung zu dem US-amerikanischen Autor Philip K. Dick angekündigt, folgt heute der Artikel zu seinem 1966 geschriebenen Roman „Do androids dream of electric sheep?“ (dt. Träumen Roboter von elektrischen Schafen?), der 1968 veröffentlicht wurde. Kurze Zeit nach der Veröffentlichung erwarb die Filmindustrie bereits eine Option auf eine mögliche Verfilmung, die dann um 1973 etwa konkret wurde durch die Vorlage eines ersten Drehbuchs, das Philip K. Dick jedoch für ziemlich unausgegoren hielt.
 
Die Geschichte um die (langwierige) Entstehung und Realisierung des Films wird in der Fortsetzung (nächste Woche) Bestandteil dieses zweiteiligen Beitrags sein. Immerhin zogen von der Option bis zur endgültigen Verfilmung unter Regisseur Ridley Scott Anfang der 1980er Jahre über 10 Jahre ins Land, einschließlich wechselnder Drehbuchautoren und Konzeptionen, die schließlich in den SF-Klassiker „Blade Runner“ mündeten, den es jedoch ebenfalls in verschiedenen Fassungen gibt.
 
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Die Wiederkehr des Philip K. Dick

 
Dieser Beitrag ist der Auftakt zu einer lockeren Folge von Artikeln zu dem 1982 verstorbenen US-amerikanischen Autor Philip K. Dick und seinem literarischen Schaffen. Dick wurde mitten in der Rezession am 16. Dezember 1928 geboren. Er kam früh zur Science Fiction und zum Schreiben. Bereits als Jugendlicher verfaßte er erste Kurzgeschichten. Zudem schrieb er Texte für eine Radiosendung, die sich mit klassischer Musik befaßte.
 
Nachdem er 1947 die Schule verlassen hatte, arbeitete er in einem Schallplattenladen. In etwa jener Zeit lernte er Anthony Boucher kennen, den Herausgeber des Magazine of Fantasy and Science Fiction, der ihn dazu animierte, wieder mit dem Schreiben von Kurzgeschichten zu beginnen. Dick nahm Boucher beim Wort, schrieb und verkaufte schließlich 1951 seine erste SF-Kurzgeschichte („Roog“) an eben jenen Boucher. Bereits im Jahr darauf entschloß sich Dick, seinen Job zu schmeißen und von nun an als freiberuflicher Schriftsteller zu leben.
 
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Diamanda Galas - Plague Mass

 
Wie im gestrigen, einführenden Beitrag angekündigt, folgt nun eine ausführliche Besprechung der Plague Mass. Um es nachvollziehbar zu machen, warum Diamanda Galas in dieser Performance so kriegerisch und unversöhnlich daherkommt, stelle ich einige Anmerkungen voran. Als Anfang der 1980er Jahre AIDS scheinbar wie aus dem Nichts auftauchte und sich rasch zu einer Art Epidemie auszubreiten schien, griff ebenso schnell die sogenannte Sündenbockmentalität. AIDS wurde als Geißel Gottes und gerechte Strafe angesehen, das homophobe Amerika sprach von Sünde und Lustseuche und zeigte recht wenig Erbarmen.
 
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Diamanda Galas - eine Künstlerin und ihre Wut

 
Heute möchte ich eine Künstlerin vorstellen, die mich ein gutes Jahrzehnt lang außerordentlich beeindruckt hat: wegen ihrer Fähigkeiten, wegen ihres Mutes, wegen ihrer Vehemenz und Unmittelbarkeit, und nicht zuletzt deshalb, weil sie sich nicht scheut, ihre Stimme zu erheben für Menschen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Das zentrale Werk von Diamanda Galas, die im Jahre 1984 begonnene Arbeit an der Plague Mass, die ihren Höhepunkt in einer Live-Aufführung Ende 1990 fand, wird der Dreh- und Angelpunkt dieses (zweiteiligen) Beitrags sein.
 
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Joe gegen den Vulkan - ein modernes Märchen

 
Es gibt Filme, die erschließen sich erst nach mehrmaligem Schauen; es gibt Filme, die trotz ihrer Schwächen (oder vielleicht auch gerade deshalb) liebenswert sind; es gibt Filme, die unter der Oberfläche der erzählten Story genug Stoff zum Nachdenken, Philosophieren und Spekulieren bieten, so mensch das überhaupt will. Oft fallen derartige Filme bei Kritikern und Publikum durch. Der Gründe gibt es viele: überzogene Erwartungshaltung, miese PR-Arbeit (in dem der Fokus falsch gesetzt wird), Überforderung der Rezipienten…
 
Joe gegen den Vulkan von 1990 mit Tom Hanks und Meg Ryan ist ein solcher Film. Ich lasse mich in der Regel von den Urteilen anderer nicht beeinflussen, wenn ich für mich entscheide, ob ich einen Film, ein Buch, ein Musikwerk etc. gut finde und/oder mag, weil ich zu gerne analysiere, warum das so ist (im negativen Fall gilt das übrigens auch) – im Zusammenhang mit diesem Film allerdings fällt mir frappierend auf, wie wenig Fürsprecher er besitzt. Nun, mit diesem Beitrag gibt es im Netz ab heute wenigstens einen Fürsprecher mehr – mich. Ich halte diesen Film für sehr empfehlenswert, und dafür gibt es einen Haufen guter Gründe.
 
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