de tempore

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Archiv: Januar 2010

Avatar, Afghanistan und Amoralität

 
Was hat James Camerons Film Avatar mit Afghanistan zu tun? Und was hat der Begriff Amoralität im Kontext mit Afghanistan und Avatar im Titel zu suchen? Darum geht es in dieser Fortsetzung meines Beitrags von letztem Samstag. Den Schwerpunkt des heutigen Artikels werde ich auf die Ethik legen; ein Begriff, der heute im öffentlichen Raum keine Rolle mehr zu spielen scheint. Dies finde ich nicht nur sehr bedauerlich, sondern es bereitet mir sogar Sorge, denn wo es an Ethik mangelt, ist es mit der Kultur nicht mehr weit her.
 
Nun möchte ich allerdings nicht seitenlang abstrakt darüber debattieren, was Ethik ist, worin sie sich von Moral unterscheidet und dergleichen mehr. Daher an dieser Stelle ein Link zu einer Seite, die recht griffig den Begriff Ethik erläutert und in Kurzform auf verwandte Begriffe, Art und Herleitung sowie inhaltliche Aussagen und Art und Begründung der Ethik eingeht (die Seite öffnet sich in einem neuen Fenster). Wenn ich nun also von Ethik spreche, dann meine ich damit explizit eine humanistische, demokratische Ethik.
 
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Frau Käßmann, der Krieg und die Kritik

 
Wer sich durch den obigen Titel an die Alliteration Kinder, Küche, Kirche erinnert fühlt, liegt gar nicht so weit daneben, denn ich bin der festen Überzeugung, daß die harsche und teils völlig überzogene Kritik an Frau Käßmanns Position zum Afghanistankrieg aus politischen und (leider auch) intellektuellen Kreisen aus genau jenem schlammigen Nährboden erwächst, den die Theatermacher Dario Fo und Franca Rame bereits vor Jahrzehnten u.a. in ihrem Stück „Nur Kinder, Küche, Kirche“ kritsch hinterfragten und teils persiflierten.
 
Aber ich möchte in diesem Beitrag nicht über die Theaterstücke schreiben, auch wenn sie nach wie vor aktueller sind, als manche Menschen wahrhaben möchten; in diesem Beitrag möchte ich vielmehr auf grundsätzliche Muster eingehen, die mir im Zusammenhang mit Frau Käßmann, den Umgang mit Afghanistan und der Kritik am Krieg auffallen. Es sind inhumane und demokratiefeindliche Muster, es sind Muster, die den sogenannten geistigen Fortschritt der Menschheit ernsthaft in Frage stellen.
 
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Blick zurück nach vorn

 
2010 ist nun 10 Tage alt und meine kleine Auszeit ist zu Ende. Ehrlich gesagt erkenne ich zum abgelaufenen Jahr keine Unterschiede. Da ich im letzten Dezemberbeitrag ein paar Worte zur Politik verlor, was sich nicht vermeiden ließ, verliere ich auch in meinem ersten Januarbeitrag einige, aber zur Regel wird das sicher nicht. Mein Verhältnis zur Politik ist mit dem Wort „Enttäuschung“ recht gut beschrieben, in zweierlei Hinsicht.
 
Zum einen verstehen die meisten Menschen unter dem Begriff natürlich den daraus resultierenden emotionalen Zustand, bestehend aus einem bitteren Gefühl der Ohnmacht, dem Wunsch, alles hinzuwerfen, einer Art Wut über das, was da kaputt ging oder gemacht wurde durch Lüge, Unaufrichtigkeit, Dummheit, Ignoranz oder auch Gefühkskälte; auf der anderen Seite heißt „Enttäuschung“ eben auch Ent-Täuschung, die Täuschung hat also ein Ende, ist aufgeflogen, aus dem Schatten ans grelle Licht gezerrt worden.
 
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