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Avatar, Afghanistan und Amoralität

 
Was hat James Camerons Film Avatar mit Afghanistan zu tun? Und was hat der Begriff Amoralität im Kontext mit Afghanistan und Avatar im Titel zu suchen? Darum geht es in dieser Fortsetzung meines Beitrags von letztem Samstag. Den Schwerpunkt des heutigen Artikels werde ich auf die Ethik legen; ein Begriff, der heute im öffentlichen Raum keine Rolle mehr zu spielen scheint. Dies finde ich nicht nur sehr bedauerlich, sondern es bereitet mir sogar Sorge, denn wo es an Ethik mangelt, ist es mit der Kultur nicht mehr weit her.
 
Nun möchte ich allerdings nicht seitenlang abstrakt darüber debattieren, was Ethik ist, worin sie sich von Moral unterscheidet und dergleichen mehr. Daher an dieser Stelle ein Link zu einer Seite, die recht griffig den Begriff Ethik erläutert und in Kurzform auf verwandte Begriffe, Art und Herleitung sowie inhaltliche Aussagen und Art und Begründung der Ethik eingeht (die Seite öffnet sich in einem neuen Fenster). Wenn ich nun also von Ethik spreche, dann meine ich damit explizit eine humanistische, demokratische Ethik.
 
Die Konzeption einer solchen Ethik dürfte am konkreten Wohl des ganzen und des einzelnen Menschen orientiert sein. Unverzichtbare Basis dieses Wohls bilden die sogenannten Grund- und Persönlichkeitsrechte: Achtung vor der Würde des Menschen, das Recht auf Selbstbestimmung, auf Leben, Unversehrtheit, Bildung, Arbeit, auf gleiche Chancen und gleiche Rechte, auf Religions- und Meinungsfreiheit. Nicht von ungefähr sind diese Grundlagen feste Bestandteile demokratischer Verfassungen.
 
Besonders Staaten mit demokratischen Regierungsformen unterliegen hier einer höheren Pflicht, wenn es darum geht, in das Leben von Menschen einzugreifen. Denn ob es und gefällt oder nicht, Bevormundung ist und bleibt Bevormundung, selbst wenn sie vermeintlich der Verbesserung (von Lebensumständen, Wahlfreiheit, materielle Grundlagen usw.) dient. Und es ist moralisch nicht sonderlich glaubwürdig, wenn in ein Land einmarschiert wird, weil es undemokratisch und menschenverachtend agiert – während zugleich mit anderen undemokratisch und menschenverachtend agierenden Ländern Geschäfte gemacht werden.
 
Afghanistan - Foto: Sven Dirks (GFDL und CC-Lizenz)Logik und Lügen, Logiklügen, Lügnerlogik
 
Aufgrund der ständig bemühten Logik, die zur Einmischung in den jugoslawischen Bürgerkrieg geführt hat und zum Einmarsch in den Irak und zu der Truppenentsendung nach Afghanistan, müßten eigentlich auch Einmärsche und Einmischungen in Saudi-Arabien, China, Israel, in den Iran, nach Kuwait und wahrscheinlich noch gefühlte 87 Länder mehr erfolgen, vielleicht sogar nach Griechenland und Italien. Das passiert aber nicht. Warum? Weil die genannten Gründe nicht stimmen. Sie sind eine Lüge, sie sind vorgeschoben.
 
In Aghanistan zeigt sich das ganz deutlich, denn seit dem Einmarsch der Nato-Truppen ist dieses Land noch verarmter, noch kaputter, noch unmenschlicher geworden als es zuvor schon (höchstwahrscheinlich) war. Profitiert haben Warlords, die Drogenindustrie, eine Menge Waffenlieferanten; Korruption (auch bei der Polizei) ist an der Tagesordnung; es gibt eine kaum überschaubare Anzahl von bewaffneten Interessensgruppen (von denen die antiwestlichen allesamt in Verkennung jeglicher Realitäten Taliban genannt werden, um eine Homogenität zu unterstellen, die gar nicht exisitiert) – und die zivilen Aufbauhelfer haben durch die Präsenz des Militärs mittlerweile sogar mehr Schaden erlitten als Nutzen daraus zu ziehen.
 
Denn das Verhalten der Militärs in Afghanistan ist das von Besatzern, von Okkupanten; es ist das Verhalten von Eindringlingen und Eroberern, die ihre eigenen Ziele verfolgen, die mit denen der Bevölkerung des betroffenen Landes herzlich wenig zu tun haben. Wer das nicht wahrhaben will ist entweder dumm oder verlogen. Wenn Frau Käßmann davon spricht, daß der Krieg in Afghanistan ethisch nicht zu legitimieren sei, wenn das militärische gegenüber dem zivilen vorrangig geworden sei, dann ist das eine ganz konkrete und vollkommen korrekte Bewertung der Situation.
 
Gescheiterter Ansatz – gescheiterter Einsatz
 
Ich würde sogar noch weiter gehen: egal, ob aus einer Wahrheit im Laufe der Zeit eine Lüge wurde oder ob es immer schon eine Lüge war, die Aufrechterhaltung des Mandats ist unter solchen Bedingungen amoralisch, unethisch und nicht mehr vertretbar. Zudem ist das Verhalten unserer Politiker sehr inkonsequent. Mittlerweile sind sie der Überzeugung, daß eine Demokratie nach westlichen Vorstellungen ohnehin nicht mehr Ziel sein kann, wollen aber andererseits nicht zugeben, daß sie somit faktisch gescheitert sind.
 
Stattdessen werden noch mehr Soldaten entsendet, es sollen finanzielle Anreize geschaffen werden, um Widerstandskämpfer zu befrieden (welch ein Unfug!), da ja die wirtschaftliche Not, und weniger die ideologische Überzeugung dazu geführt habe, daß es so viele „Rebellen“ gebe. Seltsam das, denn ich würde rein logisch nun mal eher vermuten, daß sich die wirtschaftliche Situation der Afghanen im Laufe von mehr als 8 (!) Jahren verbessert hätte bei soviel „Unterstützung“ durch den Westen und so viel „ziviler Aufbauarbeit und Entwicklungshilfe“. Aber Pustekuchen, merkwürdig, merkwürdig.
 
Alles in allem bleibt zu konstatieren: der mittlerweile fast ein Jahrzehnt währende Einsatz wurde von Jahr zu Jahr militärischer, hat z.B. im vergangenen Jahr zu mehr Toten bei der Zivilbevölkerung geführt als je zuvor und stützt im Wesentlichen eine korrupte Regierung, die sich sogar nur mittels Wahlbetrügereien an der Macht halten kann, die international zwar gerügt, aber nicht bestraft werden. Stellt sich eigentlich bei den Verantwortlichen wirklich noch jemand wenigstens ab und zu mal die Frage: Was soll das? Ich denke nicht, denn gebetsmühlenartig werden stets die gleichen Phrasen aus der Mottenkiste geholt, wenn es darum geht, die Unabdingbarkeit der Präsenz in Afghanistan zu unterstreichen.
 
Warum mir bei Afghanistan spontan Vietnam, Irak und Pandora einfallen
 
Mich erinnert das ganze Szenario sehr an den Einmarsch in den Irak, an den Vietnam-Krieg, und ich muß auch beim Anschauen des Science-Fiction-Films Avatar von James Cameron stets einerseits an die indianische Urbevölkerung in den USA und andererseits an Afghanistan denken; denn die Menschen auf Pandora (Firmenvertreter, Militärs und sonstige Angestellten) interessieren sich nicht im geringsten für die Kultur der Eingeborenen, von wenigen Wissenschaftlern ausgenommen, die aber keine Entscheidungsgewalt haben.
 
Avatar KinoplakatDie einheimischen Völker der Na’vi werden einfach als primitiv und rückständig deklariert, da sie sich vom menschlichen (westlichen) Lebensstil nichts annehmen und leider nicht käuflich und korrumpierbar sind. Dabei hocken sie auf wertvollen Rohstoffen, ohne daß diese abgebaut werden können – also wird kurzerhand Gewalt angewendet, um sich die Ressourcen zu sichern. Daß hier natürlich gegebene Eigentumsrechte verletzt werden (wie schon damals in den USA, wie heute in Afrika, im Amazonasgebiet usw.) interessiert niemanden.
 
Wenn ein Volk der Auffassung ist, daß die Erde und die Natur, in der und mit der es lebt, niemanden gehören kann, scheint die westlich-kapitalistische-materialistische „Kultur“ das stets zum Anlaß zu nehmen, sich rücksichtslos selbst zum Eigentümer zu deklarieren (entweder durch „Kaufen“, Erpressung oder Eroberung). Auch hier kollidieren Politik und Wirtschaft auf der einen Seite mit der Ethik auf der anderen Seite. Dazu gesellt sich denn noch eine fatale Unaufmerksamkeit und Unsensibilität, den Lebensweisen und Lebenseinstellungen der Ureinwohner gegenüber. Aber was will mensch von Imperialisten auch erwarten?
 
In Avatar wird das sehr drastisch gezeigt, als der Soldat Sully im “Avatargewand” vor wilden Tieren gerettet werden muß und, als er sich bedankt, eine deftige Abfuhr bekommt, denn „dafür bedankt man sich nicht, es ist traurig“, da Sully durch sein Verhalten diese Situation des Tötenmüssens erst herbeigeführt hat, denn die angreifenden Tiere hätten nicht sterben müssen, wenn Sully aufmerksamer gewesen wäre. Eine der stärksten Szenen für mich im Film, denn hier wird die Grundhaltung der Na’vi eingeführt.
 
Es ist diese Grundhaltung und alles damit verbundene, die Sully in den Bann schlägt und ihn zuletzt als Na’vi fühlen, denken und handeln läßt – und nicht mehr als Mensch. Gefördert wird dieser Prozeß natürlich durch den Umstand, daß Sully ein Außenseiter ist - bei den Menschen wie bei den Na’vi, denn er gehört nicht wirklich mehr zum Militär (ausgemustert aufgrund seiner Lähmung), er gehört auch nicht zu den Wissenschaftlern; und schließlich gehört er auch (anfänglich) nicht zu den Na’vi (da die „Himmelsmenschen“, wie die Avatare von den Na’vi genannt werden, lernunfähig und -willig seien, was Sully auch eine geraume Weile durch seine falsche innere Einstellung bestätigt).
 
Avatar ist moralischer und ethischer als die Realität
 
Es ist eine Entwicklungsgeschichte: Mensch kommt zu fremden Volk, lernt u.a. aus persönlichen Motiven heraus ihre Sitten und Gebräuche, ist fasziniert, beginnt dann zu verstehen, identifiziert sich letztendlich, weil es das „bessere“ Leben ist (durchaus im Sinne von ethisch und moralisch, aber auch von der Lebensfreude her, was eigentlich auch nicht zu trennen ist, selbst wenn uns die Vergnügungsindustrie etwas anderes einreden will), und setzt sich an die Spitze des Volkes, um es zu retten (und somit auch die eigene Seele und sich selbst) und seine Kultur zu verteidigen gegen die Eindringlinge.
 
Wenn ich dann bei Filmkritiken lesen muß, daß dies im Kern rassistisch sei, weil Jack Sully mit Tarzan und Co verglichen wird (also die Überlegenheit des weißen Mannes aus der Kolonialzeit thematisiert wird), schüttele ich nur fassungslos den Kopf ob solcher intellektuellen Tiefflüge, da völlig außer acht gelassen wird, welcher Entwicklungsprozeß in Sully selbst dem ganzen vorausgeht; mal ganz davon abgesehen, daß beinahe alle diejenigen, die große Veränderungen bewirkt haben, nie aus dem System selbst gekommen sind, sondern stets von außerhalb kommen mußten!
 
Wenn ich dann nach Afghanistan schaue, dann fällt mir auf, daß es da nur einige wenige Menschen aus den westlichen Ländern gibt, die sich die Mühe machen, Land und Leute überhaupt zu begreifen. Das sind dann zivile Helfer von NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen), deren kleine Erfolge wohl auch eben genau darauf zurückzuführen sind. Wenn jemand den Leuten und dem Land helfen könnte, dann solche Menschen. Das Militär in Afghanistan verhält sich im Gegensatz dazu doch eher wie das Militär bei Avatar. Und die staatlichen Entwicklungshilfen dienen den „spendenden“ Staaten wahrscheinlich mehr als Afghanistan selbst.
 
Das meiste Geld versickert im korrupten System (Regierung, Bürokratie, Polizei usw.), das mich mittlerweile sehr an Deutschland erinnert. Da immerhin sind endlich die Ähnlichkeiten, die einen Einsatz überhaupt rechtfertigen könnten: beide Länder sind neopatrimonialistisch organisiert. Der Einfachheit halber verlinke ich an dieser Stelle auf die Definition bei wikipedia (Link öffnet sich in neuem Fenster). Es braucht wahrlich nicht viel Phantasie und Intelligenz, um die dort genannten typischen Elemente und Merkmale auf Afghanistan und Deutschland zu übertragen.
 
Abschließende Worte zum Thema Politik
 
Ich habe am Donnerstag mein 49. Lebensjahr vollendet und gehe nun das 50. an. Nach der Chakrenlehre ist dies eine Art Neugeburt. Nach 7 x 7 Jahren ist ein kompletter Lebenszyklus abgeschlossen. Bemerkenswerterweise ist das chinesische I Ging-Zeichen Nr. 49 denn auch das der Revolution, Umwälzung, Mauserung, Häutung. Ich erwähne dies nicht, weil ich jetzt auf Geschenke und Glückwunsche hoffe, sondern ich erwähne es, um an dieser Stelle deutlich zu machen, daß ich mich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen habe, politisch mit diesem Land nichts mehr zu schaffen haben zu wollen, bis es sich wieder auf den Weg zurück zu einer Demokratie bewegt hat, die ihren Namen auch verdient. Ich bin alt und erfahren genug und habe in meinem Leben (auch politisch) genug erlebt und getan, um mir ein solches Urteil erlauben zu können.
 
Natürlich werde ich mich politisch weiter betätigen, das läßt sich auch gar nicht vermeiden bei meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten innerhalb der Strukturen dieser Gesellschaft, doch hier im Blog werde ich umso konsequenter fortführen, was ich im letzten Jahr bereits getan habe: über Kunst, Kultur, philosophische Gedanken mit spirituellem Hintergrund und all das zu schreiben, was mich bewegt, was mich geprägt hat, was mir Freude bereitet (und seltener auch über etwas, was mich zutiefst verärgert) und von dem ich kundtun möchte, damit auch andere Menschen davon erfahren.
 
Tagespolitik zählt definitiv nicht dazu. Insofern bitte ich darum, meine beiden letzten Beiträge zu Afghanistan als das zu verstehen, was sie sind: eine Ausnahme, weil mir der Kragen geplatzt ist ob der Art der Debatten und der medialen Berichterstattung. Immerhin bot sich mir dabei die Gelegenheit, den Begriff der Ethik ins Spiel zu bringen. Denn eine ethische Lebensführung ist für mich eine der Grundvoraussetzungen für ein „richtiges“ Leben, zugleich ist es auch immer eine philosophische Lebensführung, und über die werde ich sicher in diesem Jahr noch mehr schreiben. Auch der Privatier kann gesellschaftspolitisch relevant sein.
 

7 Kommentare

  1. Frau Käßmann, der Krieg und die Kritik | de tempore:

    [...] Mentalität der Afghanen wirklich auseinanderzusetzen. Um die Menschen ging es nie. Der zweite Teil meines Beitrags folgt im Lauf der nächsten Woche; dann werde ich einen Querbezug herstellen zu Avatar von [...]

  2. aebby:

    Ich wünsche Dir alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.

    Vielleicht liegt es daran, dass ich ein junger Hüpfer bin - ich werde erst dieses Jahr 48 - dass ich Deine drei letzten Abschnitte in dieser Deutlichkeit hätte formulieren können. Ein großes Stück weit sprechen sie mir aus der Seele.

    Ich habe den Film auch gesehen. Ich war mit meinen beiden großen Kindern drin. Als ich nach Hause kam fragte meine Frau wie er gewesen sei. Ich antwortete, “interessant, irgendwo eine Mischung aus Matrix, Last Samurai und der mit dem Wolf tanzt”. Wenn man den Film nicht als Kino-Unterhaltungsstory ansieht ist er voller kritischer Momente. Neben den von Dir genannten ist bei mir noch jene hängen geblieben in der der militärische Anführer die organisierte Verteidigung der Na´vi als Terror bezeichnet. Er ingnoriert dabei die Tatsache, dass diese Verteidigung erst beginnt nachdem die irdischen Militärs den Heimatbaum mit Raketen zerstört hatten.

    Ich frage mich warum wird so ein Film gedreht. Zum Geld verdienen natürlich! Warum aber lässt sich mit diesen Geschichten noch Geld verdienen? Vielleicht weil irgendwo noch eine Sehnsucht nach der Ethik und einem Gefühl der Geborgenheit existiert. Schlimm genug, dass die Ethik nur noch einen Platz auf der Leinwand hat.

    P.S. Für rassistisch halte ich den Film auch nicht. Allerdings sehe ich versteckte Heilsbringer / Christus Fragmente. Sully ist ein Himmelsmensch der herabsteigt, eine “göttliche” Intervention durchführt, weil er die “göttliche” Flugechse besteigt. Er eint das Volk, gibt sein himmlisches Leben auf wird Na´vi.

  3. antiferengi:

    Ups. Das muss dann ja wohl am Alter liegen (50-1/2), wenn ich das letzte Wort hier hab. (Hoffe da kommt noch jemand ;-) Aber willkommen im Club.
    Habe den Film noch nicht gesehen, werde dies aber sicher demnächst mit Sohnemann nachholen. Film gehört für mich zum Massenmedium, welches eine Verantwortung trägt, oder nicht. Parallel dazu steht für mich die Frage im Raum, welche Ethik und Moral diese Massen vertreten, und welchen Einfluss Medien darauf haben.
    Nach endlosen Katastrophen und Endzeitfilmen, freut man sich deshalb, wenn mal wieder was neues/(altes?) probiert wird. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag noch nachträglich.
    Und danke für den Vergleich mit Afghanistan, bezügl. Logik und Ethik.

  4. Frank:

    @ aebby: ich werde zu einem späteren Zeitpunkt den Film noch genauer besprechen - hier gings ja erstmal nur um den Vergleich. Das mit der christlichen Heilslehre ist ein guter Gedanke, da denke ich mal drüber nach…
    @antiferengi: Von Cameron erwarte ich in der Regel nix anderes als gute Unterhaltung, die liefert er. Er ist sehr solide, die Plots sind okay bis gut - umso erstaunlicher (und peinlich für andere), wenn ausgerechnet so jemand immer wieder Filme macht, die noch ein paar Ebenen mehr haben, während andere, die gelobt werden, dagegen recht eindimensinal daherkommen.

    Danke euch beiden für die Kommentare.

  5. epikur:

    Auch von mir erst mal: Alles Gute zum 50.!

    Afghanistan hat eine Stammeskultur und keineswegs eine homogene Bevölkerung. Und man kann ein Land nicht verändern, wenn man es nicht mal verstehen will. Von Eroberung und Zwang mal ganz abgesehen. Das hast Du ganz gut rausgearbeitet. Vielen Dank dafür!

    Zu “Avatar” stehe ich trotzdem ein wenig kritischer. Denn ganz so einfach schwarz-weiß - hier das böse Militär und dort das friedliche Naturvolk - sollte selbst eine Parabel nicht sein.

  6. Frank:

    @ epikur: Mhmpf, mach mich doch nicht älter als ich bin…
    Und danke fürs Lob, Afghanistan betreffend. Was Avatar betrifft gebe ich dir recht, es ist ein bißchen schwarz-weiß gemalt, aber ich denke, das wird etwas ausgeglichen durch die Hubschrauberpilotin und dem Geschäftsführer der Firma vor Ort, der zwar auch kein Verständnis hat für die Ureinwohner, aber immerhin sich wohl nicht recht wohl zu fühlen scheint in seiner Haut.
    Na ja, andererseits ists ein Kommerzfilm, und dafür schon recht eindeutig und politisch in seiner Aussage… ich versuche, das in Relationen zu sehen, daher kommt Avatar bei mir tatsächlich gut an.

  7. epikur:

    Ups, hab ich mich wohl verlesen. Schande über mich! Du bist 49 geworden und gehst auf die 50 zu…Asche auf mein Haupt! ;-)

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