Heute bin ich mal wieder dazu gekommen, ein paar Fotos aufzubereiten, um eine neue Galerie online zu stellen. 19 Aufnahmen von Schmetterlingen (und einer Raupe). Sie flattern alle (außer der Raupe natürlich) im Schmetterlingshaus auf der Insel Mainau umher, und ich habe mich dort letzten Frühling an einem regnerischen Tag aufgehalten. Da drin war es allerdings auch nicht gerade trocken (sehr hohe Luftfeuchtigkeit), aber wenigstens nicht kalt.
Hier der Direktlink: Galerie Schmetterlinge
Vielleicht ist es wem aufgefallen, vielleicht auch nicht; seit meinem letzten Beitrag zu Erich Kästner sind rund zwei Wochen ins Land gezogen. Zwei Wochen, in denen ich wenig Zeit hatte und (leider) noch weniger Muße. Zwei Wochen, in denen nahezu sämtliche Jahreszeiten in raschem Wechsel von der Natur noch einmal durchgehechelt wurden – und nun ist Frühlingsanfang und es regnet.
Aber das macht nichts, denn an diesem Wochenende kann ich mal wieder durchatmen. Von der fehlenden Muße (zum Schreiben) einmal abgesehen hatte ich natürlich schon Zeit, um über gewisse Dinge nachzudenken. Zum Beispiel über dieses Blog hier. Letztes Jahr hatte ich ja recht konsequent mindestens einmal in der Woche einen Beitrag veröffentlicht, in diesem Jahr ist die Quote geringer. Darüberhinaus ist mir aufgefallen, daß sich die Politik doch noch – auf Umwegen – hineingeschlichen hat (mit Frau Käßmann, dem Afghanistankrieg, sogar mit Erich Kästner, was sich natürlich nicht ganz vermeiden ließ) – für mich Grund, eine Art Notbremse zu ziehen.
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Hatte ich in meinem letzten Beitrag zu Erich Kästner den Fokus auf seine Chansons und Prosa der Jahre 1945 bis 1948 gelegt, die im Bändchen „Der tägliche Kram“ zusammengefaßt sind, so möchte ich heute „Die kleine Freiheit“ besprechen, die Chansons und Prosa der Jahre 1949 bis 1952 enthält und die Entstehung und allerersten Jahre der Bundesrepublik dokumentiert – aus der Sicht eines Moralisten natürlich, der seinen Landsleuten den (schon damals) dringend benötigten Spiegel vorhält.
Vor nicht allzulanger Zeit haben wir 60 Jahre Grundgesetz gefeiert (na ja, im Groben), in einer Phase, in der unsere Politiker sich als ärgste Feinde eben dieses Grundgesetzes generieren, denn wie sollte es anders zu erklären sein, daß das Bundesverfassungsgericht in schöner Regelmäßigkeit Gesetze einkassiert, weil sie gegen das Grundgesetz verstoßen? Erich Kästners Schriften der frühen Jahre der Bundesrepublik lassen insofern aufmerken, daß es wohl schon von Beginn an Politikersport war, das Grundgesetz auszuhöhlen, kaum daß es verabschiedet war.
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