de tempore

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Kategorie: Literatur

Philip K. Dick - Träumen Roboter von elektrischen Schafen?

 
Wie in der Einführung zu dem US-amerikanischen Autor Philip K. Dick angekündigt, folgt heute der Artikel zu seinem 1966 geschriebenen Roman „Do androids dream of electric sheep?“ (dt. Träumen Roboter von elektrischen Schafen?), der 1968 veröffentlicht wurde. Kurze Zeit nach der Veröffentlichung erwarb die Filmindustrie bereits eine Option auf eine mögliche Verfilmung, die dann um 1973 etwa konkret wurde durch die Vorlage eines ersten Drehbuchs, das Philip K. Dick jedoch für ziemlich unausgegoren hielt.
 
Die Geschichte um die (langwierige) Entstehung und Realisierung des Films wird in der Fortsetzung (nächste Woche) Bestandteil dieses zweiteiligen Beitrags sein. Immerhin zogen von der Option bis zur endgültigen Verfilmung unter Regisseur Ridley Scott Anfang der 1980er Jahre über 10 Jahre ins Land, einschließlich wechselnder Drehbuchautoren und Konzeptionen, die schließlich in den SF-Klassiker „Blade Runner“ mündeten, den es jedoch ebenfalls in verschiedenen Fassungen gibt.
 
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Die Wiederkehr des Philip K. Dick

 
Dieser Beitrag ist der Auftakt zu einer lockeren Folge von Artikeln zu dem 1982 verstorbenen US-amerikanischen Autor Philip K. Dick und seinem literarischen Schaffen. Dick wurde mitten in der Rezession am 16. Dezember 1928 geboren. Er kam früh zur Science Fiction und zum Schreiben. Bereits als Jugendlicher verfaßte er erste Kurzgeschichten. Zudem schrieb er Texte für eine Radiosendung, die sich mit klassischer Musik befaßte.
 
Nachdem er 1947 die Schule verlassen hatte, arbeitete er in einem Schallplattenladen. In etwa jener Zeit lernte er Anthony Boucher kennen, den Herausgeber des Magazine of Fantasy and Science Fiction, der ihn dazu animierte, wieder mit dem Schreiben von Kurzgeschichten zu beginnen. Dick nahm Boucher beim Wort, schrieb und verkaufte schließlich 1951 seine erste SF-Kurzgeschichte („Roog“) an eben jenen Boucher. Bereits im Jahr darauf entschloß sich Dick, seinen Job zu schmeißen und von nun an als freiberuflicher Schriftsteller zu leben.
 
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Der Heilsbringer - eine kurze Erzählung

 
Neben Musik-, Film- und Buchbesprechungen ist de tempore von mir auch deshalb ins Leben gerufen worden, um über „Gott und die Welt“ nachdenken zu können und philosophisch tätig zu sein. Philosophie verstehe ich dabei ganz im Sinne von „Liebe zum Wissen“, als Suche, im Gegenteil zur Sophisterei, der „Ansammlung von Wissen“.
 
Mein Selbstverständnis als Autor bietet mir da natürlich auch Möglichkeiten, philosophische Gedanken in die Form der Kurzgeschichte oder Erzählung zu gießen, um nur ein Beispiel zu nennen. Der Heilsbringer ist eine solche kurze Erzählung…
 
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Prentice Mulford - Der Unfug des Lebens und des Sterbens

 
Gerade in unserer heutigen Zeit der Rastlosigkeit und der Jagd nach dem „Haben“(-wollen) möchte ich die zeitlosen Essays von Prentice Mulford den Menschen ans Herz legen, die das „Sein“ schmerzlich vermissen. Mulford schreibt klar und anschaulich, verfügt über Tiefgang, verzichtet auf Moralisierungen und liest sich außerdem sehr unterhaltsam. Es dürfte kein Problem darstellen, sich eine deutschsprachige Ausgabe der Sammlung der „Unfug“-Essays zuzulegen, da sie auch heute noch aufgelegt wird.
 
Hatte ich mich im ersten Teil noch darauf konzentriert, das Grundsätzliche in Mulfords Essays herauszukristallisieren und darauf aufmerksam zu machen, daß es einfach nur unstatthaft ist, ihn in die Reihe derer zu stellen, die als „Marketingbeauftragte in Sachen Ego“ unterwegs sind und vom Positiven Denken schwafeln, während sie den „Willen“ einfach nur als Synonym für die Wunscherfüllungsdenkmaschine kleingeistiger Materialisten benutzen, so möchte ich mich in diesem zweiten Teil den Essays selbst widmen.
 
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Prentice Mulford - Neue Gedanken sind neues Leben

 
Von Karl Kraus stammt der Auspruch: „Über das Leben der meisten läßt sich nur sagen, daß sie sehr sehr lange nicht gestorben sind.“ Auf Prentice Mulford trifft dieser Satz sicher ganz und gar nicht zu, da dieser bereits ein sehr bewegtes und abenteuerliches Leben hinter sich hatte, als er zwischen 1885 und 1890 die Essays veröffentlichte, um die es in den zwei Folgen dieses Artikels geht und die auch in Deutschland (teils bereits ab 1909) veröffentlicht wurden. Mulfords Anliegen ist es, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, daß es möglich ist, eben nicht zu diesen „meisten“ zu gehören, von denen Karl Kraus spricht.
 
Prentice Mulford selbst ist dabei die einzige Referenz, die er dafür vorzuweisen braucht. Seine Gedanken, seine Erkenntnisse, seine Folgerungen sind zum einen seinen ureigenen Erfahrungswerten und Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen entsprungen, zum anderen aber schafft es Mulford mühelos, allgemeingültige Thesen und Methoden daraus abzuleiten, die auch heute noch, über 100 Jahre später, aktuell sind und den Geist unabweisbarer Gültigkeit atmen. Daher widme ich mich in diesem ersten Teil zunächst einmal den grundsätzlichen Aspekten in den Texten von Mulford, um dann im zweiten Teil auf einzelne Essays im Besonderen einzugehen.
 
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Indra webt die Fäden

 
… ist der Titel eines Gedichts, das ich vor einigen Jahren schrieb und das auch heute noch in seinen Aussagen für mich gültig ist, vielleicht sogar mehr denn je. Wer sich nun fragt, wer oder was Indra ist, bekommt die Antwort darauf in diesem Beitrag. Zwei Anmerkungen vorneweg - erstens: Indra ist ein Gott, der unter anderem in den indischen Veden gepriesen wird; zweitens: ich glaube nicht an Götter (im herkömmlichen Verständnis).
 
Am ehesten würde ich mich tatsächlich als Atheist bezeichnen, zugleich jedoch durchaus als religiös. Ich bin der Überzeugung, daß Nicht-Glaube „religiöser“ sein kann als Glaube. Die Essenz der Religion liegt für mich in der (grundsätzlich subjektiven und individuellen) religiösen Erfahrung, und nicht in irgendeinem Glauben oder der Befolgung irgendwelcher Vorschriften diverser „religiösen“ Theorien oder Systeme (zu denen ich auch Ideologien zähle).
 
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Als den gelehrten Astronomen ich hörte

 
Der erste Beitrag in de tempore ist einem meiner Lieblingsgedichte des amerikanischen Dichters Walt Whitman (1819 – 1892) gewidmet: When I heard the Learn’d Astronomer (deutsch: Als den gelehrten Astronomen ich hörte). In diesem Beitrag setze ich mich zugleich allerdings auch mit der Problematik auseinander, wie schwierig und verzwickt es sein kann, ein Gedicht zu übersetzen, besonders wenn die Wahl zwischen Werktreue (also möglichst wortgemäße Übersetzung) und Nachdichtung (die freiere Variante, die dann allerdings den spirit des Gedichts erst recht einfangen und wiedergeben können sollte) zu treffen ist.
 
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