Am Samstag, den 10. April, ist am Morgen zwischen 8 und 10 Uhr der „Chef“ gestorben. Höchstwahrscheinlich im Schlaf. Das Herz verweigerte einfach seinen Dienst. Es war wohl ein friedlicher, ein gnädiger Tod. Als ich ihn fand, lag er beinahe wie immer da, an seinem Lieblingsplatz der letzten Monate, unter meinem Schreibtisch.
Ich bin traurig, ich vermisse ihn. Beinahe vier Wochen sind seitdem vergangen und ich war außerstande, irgendetwas zu schreiben über Musik, Film, Literatur und all den anderen Dingen, mit denen ich mich sonst so gern beschäftige. 16 Jahre hat diese Katze mich durch mein Leben begleitet, das sich in diesen Jahren durch drei sehr verschiedene, wichtige Lebensabschnitte gekennzeichnet hat. Drei verschiedene Lebenspartner, drei verschiedene Städte. Aufbruch, Abbruch, Aufbruch, Abbruch, Zusammenbruch und neuer Aufbruch.
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Heute bin ich mal wieder dazu gekommen, ein paar Fotos aufzubereiten, um eine neue Galerie online zu stellen. 19 Aufnahmen von Schmetterlingen (und einer Raupe). Sie flattern alle (außer der Raupe natürlich) im Schmetterlingshaus auf der Insel Mainau umher, und ich habe mich dort letzten Frühling an einem regnerischen Tag aufgehalten. Da drin war es allerdings auch nicht gerade trocken (sehr hohe Luftfeuchtigkeit), aber wenigstens nicht kalt.
Hier der Direktlink: Galerie Schmetterlinge
Vielleicht ist es wem aufgefallen, vielleicht auch nicht; seit meinem letzten Beitrag zu Erich Kästner sind rund zwei Wochen ins Land gezogen. Zwei Wochen, in denen ich wenig Zeit hatte und (leider) noch weniger Muße. Zwei Wochen, in denen nahezu sämtliche Jahreszeiten in raschem Wechsel von der Natur noch einmal durchgehechelt wurden – und nun ist Frühlingsanfang und es regnet.
Aber das macht nichts, denn an diesem Wochenende kann ich mal wieder durchatmen. Von der fehlenden Muße (zum Schreiben) einmal abgesehen hatte ich natürlich schon Zeit, um über gewisse Dinge nachzudenken. Zum Beispiel über dieses Blog hier. Letztes Jahr hatte ich ja recht konsequent mindestens einmal in der Woche einen Beitrag veröffentlicht, in diesem Jahr ist die Quote geringer. Darüberhinaus ist mir aufgefallen, daß sich die Politik doch noch – auf Umwegen – hineingeschlichen hat (mit Frau Käßmann, dem Afghanistankrieg, sogar mit Erich Kästner, was sich natürlich nicht ganz vermeiden ließ) – für mich Grund, eine Art Notbremse zu ziehen.
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Was hat James Camerons Film Avatar mit Afghanistan zu tun? Und was hat der Begriff Amoralität im Kontext mit Afghanistan und Avatar im Titel zu suchen? Darum geht es in dieser Fortsetzung meines Beitrags von letztem Samstag. Den Schwerpunkt des heutigen Artikels werde ich auf die Ethik legen; ein Begriff, der heute im öffentlichen Raum keine Rolle mehr zu spielen scheint. Dies finde ich nicht nur sehr bedauerlich, sondern es bereitet mir sogar Sorge, denn wo es an Ethik mangelt, ist es mit der Kultur nicht mehr weit her.
Nun möchte ich allerdings nicht seitenlang abstrakt darüber debattieren, was Ethik ist, worin sie sich von Moral unterscheidet und dergleichen mehr. Daher an dieser Stelle ein Link zu einer Seite, die recht griffig den Begriff Ethik erläutert und in Kurzform auf verwandte Begriffe, Art und Herleitung sowie inhaltliche Aussagen und Art und Begründung der Ethik eingeht (die Seite öffnet sich in einem neuen Fenster). Wenn ich nun also von Ethik spreche, dann meine ich damit explizit eine humanistische, demokratische Ethik.
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Alle Jahre wieder feiern die Menschen, die sich dem (westlichen) Christentum zuordnen, in diesen Tagen das Fest von Christi Geburt – der Menschwerdung Gottes. Dabei wurde der 25. Dezember als Geburtstag erst zu Beginn des 4. Jhs. amtlich festgelegt und hat rein gar nichts mit dem wirklichen wahrscheinlichen Geburtstag von Jesus zu tun, dessen historische Realität weiterhin umstritten bleibt.
Es kursieren eine ganze Menge möglicher Geburtstage in der Weltgeschichte herum, wobei der 25. Dezember nicht gerade als glaubwürdigstes Datum gehandelt wird, da im Gebiet, in dem Jesus geboren wurde, die Hirten nur von März bis November mit ihren Herden im Freien übernachteten. Wie dem auch sei, da ich im November und Dezember zu den kirchlichen Feiertagen einschließlich den Adventstagen Beiträge geschrieben habe, möchte ich das nun auch zu Weihnachten tun.
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Wie im vorherigen Beitrag versprochen gibt es heute Original-Lesestoff aus den von Lessing 1759 veröffentlichten „Fabeln. Drei Bücher. Nebst Abhandlungen mit dieser Dichtungsart verwandten Inhalts“. Den Anfang macht die erste Fabel des ersten Buches, die auch sehr gut als Prolog verstanden werden kann und auf symphatische Weise leicht selbstironisch daherkommt. Die zweite Fabel ist „Die Geschichte des alten Wolfs in 7 Fabeln“ aus dem dritten Buch, die etwas länger ist und zu meinen Lieblingsfabeln zählt.
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Vor knapp zwei Wochen war der kalendarische Herbstbeginn, nach einem Sommer, der seinen Namen endlich einmal wieder verdiente. Die Ernten sind eingefahren; Hagelstürme im Frühjahr haben in unserer Region etliche Rebstöcke zerstört, so daß unsere Spital-Kellerei in Konstanz z.B. tatsächlich auf „Fremdweine“ angewiesen ist, um dieses Jahr überhaupt Wein anbieten zu können; auch die Landwirte im Umkreis haben es nicht einfach gehabt. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger; der erste Rauhreif liegt auf den Wiesen, und bald wird der für Konstanz so typische Nebel kommen.
Alles in allem eine Zeit, die für Rückzug steht, für Innehalten. Außerdem sind heute der „Welttag der geistigen Gesundheit“ und „Internationaler Tag der seelischen Gesundheit“. Was liegt für mich also näher, als dazu meinen kleinen, bescheidenen Beitrag zu leisten; dies möchte ich tun, indem ich eine handvoll Herbstgedichte und ein Musikstück präsentiere.
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In der Einführung ging es in erster Linie darum, aufzuzeigen, daß Astrologie und Astronomie in ihren Anfängen nicht getrennt waren und die „moderne“ Astrologie nicht mit der Astrologie Mesopotamiens vor rund 5000 Jahren gleichgesetzt werden sollte – ebensowenig, wie Astrologie und Astronomie gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Denn die Wurzeln der Astronomie liegen unbestreitbar in der Astrologie.
War die Astrologie der alten Sumerer noch religiöse Wissenschaft, so änderte sich dies spätestens mit dem Aufkommen eines neuen Menschentyps, der nicht mehr in dem Maße eingebettet war in Kult und Religion, wie zuvor der archaische Mensch. Mit dem Auftauchen von Personen wie bspw. Buddha, Lao-Tse, Kung-Futse, Zoroaster, der biblischen Propheten wie Jesaja und Elias und nicht zuletzt in Griechenland Homer, Heraklit, Sokrates, Platon, Aristoteles und Archimedes betrat im Wesentlichen der moderne Mensch die Bühne der Weltgeschichte und schuf die geistigen Grundlagen, von denen wir heute noch zehren.
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Aus meiner Sicht ist das ein Scheingefecht. In diesem Beitrag möchte ich verdeutlichen, warum ich das so sehe – auch wenn ich kein ausgewiesener Experte auf diesen Gebieten bin. Manchmal kann es hilfreich sein, außerhalb des Systems zu stehen, da dies eine unvoreingenomme Betrachtung erleichtert. Die Astronomie ist anerkannte Wissenschaft, die Astrologie nicht. Daran scheinen sich gar zu viele Astrologen zu stören. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum.
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Dieser Ausspruch von Galilei Galileo dürfte hinreichend bekannt sein. Es war seine Reaktion auf die Anfeindungen seitens der katholischen Kirche auf seine Entdeckung, daß die Erde unmöglich still und in sich ruhend an ihrem Flecken verweilen würde, sondern stattdessen eine Bahn um die Sonne zieht und sich dabei auch noch um sich selbst dreht.
Nun, die Autorin des folgenden Beitrags hat einen interessanten Fund gemacht – es geht um eine “prähistorische” Erdbeere. Dieser Fund regte sie dazu an, sich über die Fabelwelt des Mittelalters sowie der Zufallswelt der modernen Wissenschaft so ihre Gedanken zu machen. Ihr Beitrag “Von Erdbeeren und anderen Fabelwesen” hatte ursprünglich mit Und sie bewegt sich doch! betitelt werden sollen.
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