de tempore

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Kategorie: Natur

Avatar, Afghanistan und Amoralität

 
Was hat James Camerons Film Avatar mit Afghanistan zu tun? Und was hat der Begriff Amoralität im Kontext mit Afghanistan und Avatar im Titel zu suchen? Darum geht es in dieser Fortsetzung meines Beitrags von letztem Samstag. Den Schwerpunkt des heutigen Artikels werde ich auf die Ethik legen; ein Begriff, der heute im öffentlichen Raum keine Rolle mehr zu spielen scheint. Dies finde ich nicht nur sehr bedauerlich, sondern es bereitet mir sogar Sorge, denn wo es an Ethik mangelt, ist es mit der Kultur nicht mehr weit her.
 
Nun möchte ich allerdings nicht seitenlang abstrakt darüber debattieren, was Ethik ist, worin sie sich von Moral unterscheidet und dergleichen mehr. Daher an dieser Stelle ein Link zu einer Seite, die recht griffig den Begriff Ethik erläutert und in Kurzform auf verwandte Begriffe, Art und Herleitung sowie inhaltliche Aussagen und Art und Begründung der Ethik eingeht (die Seite öffnet sich in einem neuen Fenster). Wenn ich nun also von Ethik spreche, dann meine ich damit explizit eine humanistische, demokratische Ethik.
 
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Wissenswertes zu Weihnachten

 
Alle Jahre wieder feiern die Menschen, die sich dem (westlichen) Christentum zuordnen, in diesen Tagen das Fest von Christi Geburt – der Menschwerdung Gottes. Dabei wurde der 25. Dezember als Geburtstag erst zu Beginn des 4. Jhs. amtlich festgelegt und hat rein gar nichts mit dem wirklichen wahrscheinlichen Geburtstag von Jesus zu tun, dessen historische Realität weiterhin umstritten bleibt.
 
Es kursieren eine ganze Menge möglicher Geburtstage in der Weltgeschichte herum, wobei der 25. Dezember nicht gerade als glaubwürdigstes Datum gehandelt wird, da im Gebiet, in dem Jesus geboren wurde, die Hirten nur von März bis November mit ihren Herden im Freien übernachteten. Wie dem auch sei, da ich im November und Dezember zu den kirchlichen Feiertagen einschließlich den Adventstagen Beiträge geschrieben habe, möchte ich das nun auch zu Weihnachten tun.
 
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Gotthold Ephraim Lessing – Fabeln von der Muse und dem alten Wolf

 
Wie im vorherigen Beitrag versprochen gibt es heute Original-Lesestoff aus den von Lessing 1759 veröffentlichten „Fabeln. Drei Bücher. Nebst Abhandlungen mit dieser Dichtungsart verwandten Inhalts“. Den Anfang macht die erste Fabel des ersten Buches, die auch sehr gut als Prolog verstanden werden kann und auf symphatische Weise leicht selbstironisch daherkommt. Die zweite Fabel ist „Die Geschichte des alten Wolfs in 7 Fabeln“ aus dem dritten Buch, die etwas länger ist und zu meinen Lieblingsfabeln zählt.
 
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Herbstimpressionen - Gedichte und Musik

 
Vor knapp zwei Wochen war der kalendarische Herbstbeginn, nach einem Sommer, der seinen Namen endlich einmal wieder verdiente. Die Ernten sind eingefahren; Hagelstürme im Frühjahr haben in unserer Region etliche Rebstöcke zerstört, so daß unsere Spital-Kellerei in Konstanz z.B. tatsächlich auf „Fremdweine“ angewiesen ist, um dieses Jahr überhaupt Wein anbieten zu können; auch die Landwirte im Umkreis haben es nicht einfach gehabt. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger; der erste Rauhreif liegt auf den Wiesen, und bald wird der für Konstanz so typische Nebel kommen.
 
Alles in allem eine Zeit, die für Rückzug steht, für Innehalten. Außerdem sind heute der „Welttag der geistigen Gesundheit“ und „Internationaler Tag der seelischen Gesundheit“. Was liegt für mich also näher, als dazu meinen kleinen, bescheidenen Beitrag zu leisten; dies möchte ich tun, indem ich eine handvoll Herbstgedichte und ein Musikstück präsentiere.
 
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Die Astrologie von den Anfängen bis zur Neuzeit (Teil 1)

 
In der Einführung ging es in erster Linie darum, aufzuzeigen, daß Astrologie und Astronomie in ihren Anfängen nicht getrennt waren und die „moderne“ Astrologie nicht mit der Astrologie Mesopotamiens vor rund 5000 Jahren gleichgesetzt werden sollte – ebensowenig, wie Astrologie und Astronomie gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Denn die Wurzeln der Astronomie liegen unbestreitbar in der Astrologie.
 
War die Astrologie der alten Sumerer noch religiöse Wissenschaft, so änderte sich dies spätestens mit dem Aufkommen eines neuen Menschentyps, der nicht mehr in dem Maße eingebettet war in Kult und Religion, wie zuvor der archaische Mensch. Mit dem Auftauchen von Personen wie bspw. Buddha, Lao-Tse, Kung-Futse, Zoroaster, der biblischen Propheten wie Jesaja und Elias und nicht zuletzt in Griechenland Homer, Heraklit, Sokrates, Platon, Aristoteles und Archimedes betrat im Wesentlichen der moderne Mensch die Bühne der Weltgeschichte und schuf die geistigen Grundlagen, von denen wir heute noch zehren.
 
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Astrologie vs. Astronomie – ist das nötig?

 
Aus meiner Sicht ist das ein Scheingefecht. In diesem Beitrag möchte ich verdeutlichen, warum ich das so sehe – auch wenn ich kein ausgewiesener Experte auf diesen Gebieten bin. Manchmal kann es hilfreich sein, außerhalb des Systems zu stehen, da dies eine unvoreingenomme Betrachtung erleichtert. Die Astronomie ist anerkannte Wissenschaft, die Astrologie nicht. Daran scheinen sich gar zu viele Astrologen zu stören. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum.
 
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Und sie bewegt sich doch!

 
Dieser Ausspruch von Galilei Galileo dürfte hinreichend bekannt sein. Es war seine Reaktion auf die Anfeindungen seitens der katholischen Kirche auf seine Entdeckung, daß die Erde unmöglich still und in sich ruhend an ihrem Flecken verweilen würde, sondern stattdessen eine Bahn um die Sonne zieht und sich dabei auch noch um sich selbst dreht.
 
Nun, die Autorin des folgenden Beitrags hat einen interessanten Fund gemacht – es geht um eine “prähistorische” Erdbeere. Dieser Fund regte sie dazu an, sich über die Fabelwelt des Mittelalters sowie der Zufallswelt der modernen Wissenschaft so ihre Gedanken zu machen. Ihr Beitrag “Von Erdbeeren und anderen Fabelwesen” hatte ursprünglich mit Und sie bewegt sich doch! betitelt werden sollen.
 
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Silent Running - Lautlos im Weltraum

 
Als der US-amerikanische Science-Fiction-Film 1972 (Herstellungsjahr 1971) erschien, war es tatsächlich noch still im Weltraum der SF-Filme. Dies änderte sich bekanntlich mit dem Erscheinen des ersten Films der „Star Wars“-Reihe. Seitdem ist es in Filmen selten still im All. Doch Ende der 1960er Jahre bis Mitte der 1970er ging es den Geschichtenerzählern und Regisseuren noch um etwas anderes als um Kämpfe mit Außerirdischen und bloße Action.
 
Das All ist dunkel. Das All ist leer. Es ist kalt - und still. Und der Mensch machte sich in jenen Zeiten gerade erst auf zu den Sternen. Als Stanley Kubrick die Kurzgeschichte „The Sentinel“ von Arthur Clarke 1968 unter dem Titel „2001 – Odyssee im Weltraum“ verfilmte, wurden diese Tatsachen noch gewürdigt. Darum ist z. B. der Asteroidengürtel hinter dem Mars recht „leer“, und die Szenen auf dem Mond sind wie eine Vorwegnahme der tatsächlich später stattfindenden Mondlandung. Auch Douglas Trumbull, der mit Silent Running als Spielfilm-Regisseur debutierte, achtete darauf, ein möglichst realistisches Weltraum-Szenario auf die Leinwand zu bringen.
 
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Als den gelehrten Astronomen ich hörte

 
Der erste Beitrag in de tempore ist einem meiner Lieblingsgedichte des amerikanischen Dichters Walt Whitman (1819 – 1892) gewidmet: When I heard the Learn’d Astronomer (deutsch: Als den gelehrten Astronomen ich hörte). In diesem Beitrag setze ich mich zugleich allerdings auch mit der Problematik auseinander, wie schwierig und verzwickt es sein kann, ein Gedicht zu übersetzen, besonders wenn die Wahl zwischen Werktreue (also möglichst wortgemäße Übersetzung) und Nachdichtung (die freiere Variante, die dann allerdings den spirit des Gedichts erst recht einfangen und wiedergeben können sollte) zu treffen ist.
 
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