Zum Abschluss der musikalischen Adventsreihe stelle ich ein Werk vor, dem zehn Abschiedsbriefe junger Frauen und Männer aus Griechenland, Bulgarien, Polen, Rußland, Italien und Deutschland zugrundeliegen, die als Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg von Wehrmacht und SS hingerichtet wurden.
Den heutigen letzten Sonntag vor der Weihnacht möchte ich nun folgerichtig (nicht nur) jenen Widerstandskämpfern widmen, lautet der Leitsatz des 4. Advent doch „Rorate, coeli desuper, et nubes pluant iustum“ (deutsch: Tauet, ihr Himmel, von oben, und die Wolken sollen herabregnen den Gerechten).
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Der 3. Advent steht im Zeichen der Freude. Daher möchte ich heute einen Komponisten vorstellen, dem die orthodoxe Religion nach eigenem Bekunden seine Werke „in Ikonen aus Noten statt aus Farbe“ verwandelt hat. Die Rede ist vom britischen Komponisten John Taverner. In seiner Tonsprache versucht er alles Unwesentliche abzustreifen.
Dies ist ihm besonders bei seinem Werk The Protecting Veil von 1987, das ich in diesem Beitrag besprechen werde, sehr gut gelungen.
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Frank,
13.12.2009, 13:35 | Abgelegt unter: Film, Menschen, Musik | RSS 2.0 | TB | Tags: Advent, Feiertage, John Tavener, Klassik, Mythos, Religion, Science Fiction | Keine Kommentare
Nachdem letzte Woche Howard Hanson die Adventsreihe eröffnete, möchte ich zum heutigen 2. Advent den polnischen Komponisten Henryk Gorecki mit seinem wohl bekanntesten Opus vorstellen, der Sinfonie Nr. 3 aus dem Jahre 1976. Gorecki, bis dahin der „radikale Avantgardist“ schlechthin, markiert mit diesem Werk den Beginn einer tiefgreifenden Änderung.
Aus dem Aufruhr verursachenden, vielgelobten „radikalsten Komponisten der polnischen Avantgarde“ wurde der Aufruhr verursachende, noch mehr gelobte „zur Tradition bekehrte“ Komponist atmosphärisch dichter, unmittelbar das Gefühl ansprechender Kompositionen, die durch grandiose Schlichtheit und Reduktion der Mittel überzeugen.
Das Leitmotiv des 2. Advents, „Populus Sion, ecce Dominus veniet ad salvandas gentes“ (deutsch: Volk von Zion, siehe, der Herr wird kommen, zu retten die Völker) gibt die Intention der Werke der 1970er und 1980er Jahre so exakt wieder, dass ich nicht lange überlegen musste, zu diesem dritten Sonntag vor der Weihnacht genau diesen Komponisten auszuwählen.
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Nachdem im November den kirchlichen und weltlichen Feiertagen Tribut gezollt wurde mit entsprechenden musikalischen Empfehlungen, beginnt heute mit dem 1. Advent ein neuer Zyklus, der den Anfang des neuen Kirchenjahrs markiert. Anläßlich des – salopp formuliert - Countdowns zum Weihnachtsfest werde ich an jedem Adventssonntag ein bestimmtes musikalisches Werk der „E-Musik“ empfehlen, das von geistiger Tiefe und einer Art eigenen Ruhe und Geschlossenheit geprägt ist, um Raum zu schaffen für Empathie und Gedenken.
Den Anfang setze ich mit Howard Harold Hanson, einem amerikanischen Komponisten, der sich sehr verdient gemacht hat um die Förderung des Komponistennachwuchses im amerikanischen Raum. Ich werde heute seine Sinfonie Nr. 2, die „Romantische“, besprechen, die vielen Menschen sicher zumindest auszugsweise bekannt sein dürfte, da eines der Motive dieser Sinfonie in der Schlußsequenz des SF-Films „Alien“ (1979) benutzt wurde.
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