Meine Auszeit ist zu Ende. In diesem Jahr möchte ich de tempore wieder ein wenig beleben und mit Inhalten füllen. Die längere Abstinenz vom Schreiben im Web war unter den gegebenen Umständen zwar hilfreich und sinnvoll, da ich mir endlich einmal die nötige Zeit nehmen konnte, in Ruhe darüber nachzudenken, ob ich überhaupt noch weitermachen will – und wenn, auf welche Weise.
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Am Samstag, den 10. April, ist am Morgen zwischen 8 und 10 Uhr der „Chef“ gestorben. Höchstwahrscheinlich im Schlaf. Das Herz verweigerte einfach seinen Dienst. Es war wohl ein friedlicher, ein gnädiger Tod. Als ich ihn fand, lag er beinahe wie immer da, an seinem Lieblingsplatz der letzten Monate, unter meinem Schreibtisch.
Ich bin traurig, ich vermisse ihn. Beinahe vier Wochen sind seitdem vergangen und ich war außerstande, irgendetwas zu schreiben über Musik, Film, Literatur und all den anderen Dingen, mit denen ich mich sonst so gern beschäftige. 16 Jahre hat diese Katze mich durch mein Leben begleitet, das sich in diesen Jahren durch drei sehr verschiedene, wichtige Lebensabschnitte gekennzeichnet hat. Drei verschiedene Lebenspartner, drei verschiedene Städte. Aufbruch, Abbruch, Aufbruch, Abbruch, Zusammenbruch und neuer Aufbruch.
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