Diamanda Galas - Plague Mass
Wie im gestrigen, einführenden Beitrag angekündigt, folgt nun eine ausführliche Besprechung der Plague Mass. Um es nachvollziehbar zu machen, warum Diamanda Galas in dieser Performance so kriegerisch und unversöhnlich daherkommt, stelle ich einige Anmerkungen voran. Als Anfang der 1980er Jahre AIDS scheinbar wie aus dem Nichts auftauchte und sich rasch zu einer Art Epidemie auszubreiten schien, griff ebenso schnell die sogenannte Sündenbockmentalität. AIDS wurde als Geißel Gottes und gerechte Strafe angesehen, das homophobe Amerika sprach von Sünde und Lustseuche und zeigte recht wenig Erbarmen.
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