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Tag: Diamanda Galas

Diamanda Galas - Plague Mass

 
Wie im gestrigen, einführenden Beitrag angekündigt, folgt nun eine ausführliche Besprechung der Plague Mass. Um es nachvollziehbar zu machen, warum Diamanda Galas in dieser Performance so kriegerisch und unversöhnlich daherkommt, stelle ich einige Anmerkungen voran. Als Anfang der 1980er Jahre AIDS scheinbar wie aus dem Nichts auftauchte und sich rasch zu einer Art Epidemie auszubreiten schien, griff ebenso schnell die sogenannte Sündenbockmentalität. AIDS wurde als Geißel Gottes und gerechte Strafe angesehen, das homophobe Amerika sprach von Sünde und Lustseuche und zeigte recht wenig Erbarmen.
 
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Diamanda Galas - eine Künstlerin und ihre Wut

 
Heute möchte ich eine Künstlerin vorstellen, die mich ein gutes Jahrzehnt lang außerordentlich beeindruckt hat: wegen ihrer Fähigkeiten, wegen ihres Mutes, wegen ihrer Vehemenz und Unmittelbarkeit, und nicht zuletzt deshalb, weil sie sich nicht scheut, ihre Stimme zu erheben für Menschen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Das zentrale Werk von Diamanda Galas, die im Jahre 1984 begonnene Arbeit an der Plague Mass, die ihren Höhepunkt in einer Live-Aufführung Ende 1990 fand, wird der Dreh- und Angelpunkt dieses (zweiteiligen) Beitrags sein.
 
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