Wie im vorherigen Beitrag versprochen gibt es heute Original-Lesestoff aus den von Lessing 1759 veröffentlichten „Fabeln. Drei Bücher. Nebst Abhandlungen mit dieser Dichtungsart verwandten Inhalts“. Den Anfang macht die erste Fabel des ersten Buches, die auch sehr gut als Prolog verstanden werden kann und auf symphatische Weise leicht selbstironisch daherkommt. Die zweite Fabel ist „Die Geschichte des alten Wolfs in 7 Fabeln“ aus dem dritten Buch, die etwas länger ist und zu meinen Lieblingsfabeln zählt.
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Der am 22. Januar 1729 geborene Gotthold Ephraim Lessing zählt zu den wenigen aufklärerischen Philosophen und Schriftstellern in Deutschland, die meiner Ansicht nach tatsächlich auch heute noch lesenswert sind. Am Bekanntesten dürfte wohl das 1779 erschienene „Nathan der Weise. Ein dramatisches Gedicht“ sein, das seine Uraufführung allerdings erst 1783, zwei Jahre nach Lessings Tod, erlebte.
Lessing gilt als Reformer und Neuerer. Diesen Ruf genießt er zurecht, da er mit „Miß Sara Sampson“ 1755 das erste deutsche bürgerliche Trauerspiel publizierte, das im gleichen Jahr auch seine Erstaufführung hatte. Bis dahin waren Hauptrollen in der Tragödie den Königen und Kaisern, sowie den Märtyrern und Heiligen, vorbehalten worden. Bürgerlichen Protagonisten hingegen wurden lediglich Lustspiele zugebilligt.
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Übermorgen, am 1. September, ist wieder Antikriegstag. 1957 vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ins Leben gerufen, um an den Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen zu erinnern, der den 2. Weltkrieg zur Folge hatte, entwickelte sich der Antikriegstag im Laufe der Zeit mehr und mehr in Richtung Weltfriedenstag, auf dem gegen sämtliche Kriege Stellung bezogen wurde und wird, auch gegen aktuelle Kampfeinsätze.
Eine Weile sah es so aus, als brauchte die Menschheit sich keine Sorgen mehr zu machen wegen eines 3. – womöglich auch noch atomaren – Weltkrieges; doch das hat sich wieder geändert. Angesichts der Unfähigkeit der Politik, Konflikte friedlich zu lösen, ist das Szenario eines Krieges mit Atomwaffen nicht mehr zur Gänze auszuschließen. Mir drängt sich da die Frage auf, wie weit es eigentlich tatsächlich her ist mit dem sogenannten geistigen und kulturellen Fortschritt unserer Spezies.
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Neben Musik-, Film- und Buchbesprechungen ist de tempore von mir auch deshalb ins Leben gerufen worden, um über „Gott und die Welt“ nachdenken zu können und philosophisch tätig zu sein. Philosophie verstehe ich dabei ganz im Sinne von „Liebe zum Wissen“, als Suche, im Gegenteil zur Sophisterei, der „Ansammlung von Wissen“.
Mein Selbstverständnis als Autor bietet mir da natürlich auch Möglichkeiten, philosophische Gedanken in die Form der Kurzgeschichte oder Erzählung zu gießen, um nur ein Beispiel zu nennen. Der Heilsbringer ist eine solche kurze Erzählung…
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