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Tag: Fabel

Gotthold Ephraim Lessing – Fabeln von der Muse und dem alten Wolf

 
Wie im vorherigen Beitrag versprochen gibt es heute Original-Lesestoff aus den von Lessing 1759 veröffentlichten „Fabeln. Drei Bücher. Nebst Abhandlungen mit dieser Dichtungsart verwandten Inhalts“. Den Anfang macht die erste Fabel des ersten Buches, die auch sehr gut als Prolog verstanden werden kann und auf symphatische Weise leicht selbstironisch daherkommt. Die zweite Fabel ist „Die Geschichte des alten Wolfs in 7 Fabeln“ aus dem dritten Buch, die etwas länger ist und zu meinen Lieblingsfabeln zählt.
 
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Der fabelhafte Gotthold Ephraim Lessing

 
Der am 22. Januar 1729 geborene Gotthold Ephraim Lessing zählt zu den wenigen aufklärerischen Philosophen und Schriftstellern in Deutschland, die meiner Ansicht nach tatsächlich auch heute noch lesenswert sind. Am Bekanntesten dürfte wohl das 1779 erschienene „Nathan der Weise. Ein dramatisches Gedicht“ sein, das seine Uraufführung allerdings erst 1783, zwei Jahre nach Lessings Tod, erlebte.
 
Lessing gilt als Reformer und Neuerer. Diesen Ruf genießt er zurecht, da er mit „Miß Sara Sampson“ 1755 das erste deutsche bürgerliche Trauerspiel publizierte, das im gleichen Jahr auch seine Erstaufführung hatte. Bis dahin waren Hauptrollen in der Tragödie den Königen und Kaisern, sowie den Märtyrern und Heiligen, vorbehalten worden. Bürgerlichen Protagonisten hingegen wurden lediglich Lustspiele zugebilligt.
 
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