Heute ist Erich Kästners Geburtstag – würde er noch leben, wäre er heute 111 Jahre alt. In meinem ersten Beitrag über Kästner hatte ich geschrieben, daß ich es sehr bedauerlich finde, daß dieser Autor fast ausschließlich mit Kinderbüchern und seichteren Unterhaltungsromanen in Erinnerung ist und leider weniger mit seinen Gedichten, dem Roman „Fabian“ und den Schriften, die von ihm nach 1945 erschienen sind.
Darum möchte ich in zwei Beiträgen auf zwei Bücher aufmerksam machen, die eine Fundgrube für jeden sind, der etwas Verläßliches über die unmittelbare Zeit nach dem Zusammenbruchs des Nationalsozialistischen Deutschlands erfahren will: „Der tägliche Kram – Chansons und Prosa von 1945 – 1948“ und „Die kleine Freiheit – Chansons und Prosa von 1949 – 1952“. Zuvor allerdings gibt es noch einen kurzen Abriß zu Erich Kästners (Über-) Leben von 1933 bis 1945, zum besseren Verständnis.
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Was hat James Camerons Film Avatar mit Afghanistan zu tun? Und was hat der Begriff Amoralität im Kontext mit Afghanistan und Avatar im Titel zu suchen? Darum geht es in dieser Fortsetzung meines Beitrags von letztem Samstag. Den Schwerpunkt des heutigen Artikels werde ich auf die Ethik legen; ein Begriff, der heute im öffentlichen Raum keine Rolle mehr zu spielen scheint. Dies finde ich nicht nur sehr bedauerlich, sondern es bereitet mir sogar Sorge, denn wo es an Ethik mangelt, ist es mit der Kultur nicht mehr weit her.
Nun möchte ich allerdings nicht seitenlang abstrakt darüber debattieren, was Ethik ist, worin sie sich von Moral unterscheidet und dergleichen mehr. Daher an dieser Stelle ein Link zu einer Seite, die recht griffig den Begriff Ethik erläutert und in Kurzform auf verwandte Begriffe, Art und Herleitung sowie inhaltliche Aussagen und Art und Begründung der Ethik eingeht (die Seite öffnet sich in einem neuen Fenster). Wenn ich nun also von Ethik spreche, dann meine ich damit explizit eine humanistische, demokratische Ethik.
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Wer sich durch den obigen Titel an die Alliteration Kinder, Küche, Kirche erinnert fühlt, liegt gar nicht so weit daneben, denn ich bin der festen Überzeugung, daß die harsche und teils völlig überzogene Kritik an Frau Käßmanns Position zum Afghanistankrieg aus politischen und (leider auch) intellektuellen Kreisen aus genau jenem schlammigen Nährboden erwächst, den die Theatermacher Dario Fo und Franca Rame bereits vor Jahrzehnten u.a. in ihrem Stück „Nur Kinder, Küche, Kirche“ kritsch hinterfragten und teils persiflierten.
Aber ich möchte in diesem Beitrag nicht über die Theaterstücke schreiben, auch wenn sie nach wie vor aktueller sind, als manche Menschen wahrhaben möchten; in diesem Beitrag möchte ich vielmehr auf grundsätzliche Muster eingehen, die mir im Zusammenhang mit Frau Käßmann, den Umgang mit Afghanistan und der Kritik am Krieg auffallen. Es sind inhumane und demokratiefeindliche Muster, es sind Muster, die den sogenannten geistigen Fortschritt der Menschheit ernsthaft in Frage stellen.
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Zum Abschluss der musikalischen Adventsreihe stelle ich ein Werk vor, dem zehn Abschiedsbriefe junger Frauen und Männer aus Griechenland, Bulgarien, Polen, Rußland, Italien und Deutschland zugrundeliegen, die als Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg von Wehrmacht und SS hingerichtet wurden.
Den heutigen letzten Sonntag vor der Weihnacht möchte ich nun folgerichtig (nicht nur) jenen Widerstandskämpfern widmen, lautet der Leitsatz des 4. Advent doch „Rorate, coeli desuper, et nubes pluant iustum“ (deutsch: Tauet, ihr Himmel, von oben, und die Wolken sollen herabregnen den Gerechten).
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Heute ist Volkstrauertag. Dieser Gedenktag wurde vom „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ ins Leben gerufen, um die Erinnerung an die vielen Opfer des (Ersten) Weltkriegs wachzuhalten. Im Jahre 1922 wurde er das erste Mal offiziell begangen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Tag in gemeinsamer Abstimmung zwischen der Bundesregierung, den Ländern und der großen Glaubensgemeinschaften in Deutschland auf den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr (evangelisch) bzw. auf den 33. Sonntag im Jahreskreis (katholisch) gelegt, um der Opfer und Verfolgten beider Weltkriege zu gedenken.
Von daher finde ich es sehr naheliegend, an diesem heutigen Tag auf ein Werk des russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch hinzuweisen, das dieser 1960 innerhalb von nur wenigen Tagen schrieb und mit der Widmung versah Dem Gedächtnis der Opfer von Krieg und Faschismus: das Streichquartett Nr. 8 c-moll op. 110 - bzw. die Bearbeitung des russischen Dirigenten Rudolf Barshai zur Kammersinfonie op. 110a.
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Übermorgen, am 1. September, ist wieder Antikriegstag. 1957 vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ins Leben gerufen, um an den Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen zu erinnern, der den 2. Weltkrieg zur Folge hatte, entwickelte sich der Antikriegstag im Laufe der Zeit mehr und mehr in Richtung Weltfriedenstag, auf dem gegen sämtliche Kriege Stellung bezogen wurde und wird, auch gegen aktuelle Kampfeinsätze.
Eine Weile sah es so aus, als brauchte die Menschheit sich keine Sorgen mehr zu machen wegen eines 3. – womöglich auch noch atomaren – Weltkrieges; doch das hat sich wieder geändert. Angesichts der Unfähigkeit der Politik, Konflikte friedlich zu lösen, ist das Szenario eines Krieges mit Atomwaffen nicht mehr zur Gänze auszuschließen. Mir drängt sich da die Frage auf, wie weit es eigentlich tatsächlich her ist mit dem sogenannten geistigen und kulturellen Fortschritt unserer Spezies.
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