Dieser Beitrag markiert den Beginn einer mehrteiligen Reihe von Besprechungen der frühen Musik von Mike Oldfield bis in die Anfänge der 1980er Jahre. Ich bin mit dieser Musik aufgewachsen – oder anders ausgedrückt: diese Mischung aus Instrumental- und Weltmusik eröffnete mir die Welt der Musik jenseits von Pop-Charts-Gedudel und den obligatorischen Drei-Minuten-Häppchen. Um aber keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen bekenne ich mich als früher Fan von bspw. Sweet, Slade, T.Rex, Mud, Suzi Quatro und etwas später Sex Pistols, The Cure, Mike Batt, Toto, Depeche Mode auf der einen, und von u.a. Genesis, Peter Gabriel, Roy Wood und Bob Marley, gefolgt von Kate Bush, The Residents und Bauhaus auf der anderen Seite.
Immerhin bin ich ja auch durch eine Single auf Mike Oldfield aufmerksam geworden, da war ich nicht einmal 15 Jahre alt. Warum mich „In Dulci Jubilo“ so beeindruckt hat kann ich heute nicht einmal mehr sagen, die B-Seite jedenfalls: „On Horseback“, hatte es mir genug angetan, um mir irgendwann die LP „Ommadawn“ zulegen zu wollen (ich wußte ja nicht, daß dieses kurze Stück für den Stil der Musik dieser LP nicht gerade die geeignetste Hörprobe darstellt). Natürlich war es alles eine Frage des Geldes, das ich natürlich nicht hatte. Zu der Zeit lagen die Durchschnittspreise für LPs bei etwa 15 bis 20 Mark. Und so verging ein Jahr, eine weitere Single von Mike Oldfield erschien: „Portsmouth“, und schließlich rannte ich in meinen bevorzugten Plattenladen und erstand – „Boxed“.
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Als Ende 1973 das vierte Album von Manfred Mann’s Earth Band erschien, steckte die Mikroelektronik noch in den Kinderschuhen, und echte Synthesizer waren noch Mangelware. Da gab es das Mellotron (das jedoch eher als Vorläufer des Samplers anzusehen ist also kein Synthesizer im strengeren Sinn), da gab es Modulsysteme (wobei die einzelnen Module miteinander verkabelt werden mußten, was ihnen den Charme einer Telefonzentrale verlieh), und da gab es ein monophones Gerät namens „Minimoog“, ab 1968 in Kleinserie von einem Physiker und Musiker namens Robert A. Moog konzipiert und gebaut, seit 1969/70 den EMS VCS 3 mit einem Minikeyboard und seit 1972 zusätzlich den ARP Odyssey.
Alle diese Synthesizer hatten zwei charakteristische Eigenschaften: sie waren monophon (Lauterzeugung nur mit einer Stimme=Taste gleichzeitig – polyphon spielbare Geräte kamen erst nach 1975 auf den Markt) und sie waren nicht stimmstabil, da sie mit Spannungsoszillatoren operierten, die recht allergisch auf Veränderungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit reagierten.
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Als Hope 1977 auf den Markt kam, gab es eine ganze Menge Leute, die aufgrund der Gerüchte um die Band und ihr Debutalbum [siehe hier] neugierig geworden waren. Wer jedoch hoffte, Aufschluß zu erlangen über die Zusammensetzung der Band, bekam eine Absage erteilt. Auch hier sucht mensch auf Vinyl und Cover vergebens nach Namen und Konterfeis.
Stattdessen wird ein konzeptuelles Album vorgelegt, das sich musikalisch und textlich mit der untergegangenen Zivilisation eines fiktiven Planeten beschäftigt – und auf welche Weise! Witzig und verspielt, mit Anleihen an klassischer Musik (auch durch Einspielungen echter Orchesterpassagen), kreativen Einfällen en masse und einer stattlichen Anzahl unüblicher Instrumente und Sound-Techniken, nimmt einen dieser Soundtrack ohne Bilder mit auf die Reise in eine durchaus surreale Welt und übt auf Hörer, die gewillt sind, sich darauf einzulassen, einen unwiderstehlichen Sog-Effekt aus.
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Die kanadische Band existierte offiziell zwar von 1973 bis 1982, brachte jedoch erst 1976 ihr erstes von fünf regulären Alben heraus. Der letzte Longplayer erschien 1981. Ursprünglich von John Woloschuk und Dee Long geründet, stieß nach kurzer Zeit Terry Draper hinzu. Und in dieser Formation eroberte sich die Gruppe einen festen Platz in der „Progressive Rock“ – Welt, das lag zum einen an ihrem Debut und den Mutmaßungen und Legenden, die sich darum rankten, und zum anderen an ihrem Folgealbum „Hope“, das aus meiner Sicht zu einem der kreativsten und zeitlosesten Konzeptalben überhaupt gehört.
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