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Tag: Science Fiction

Avatar, Afghanistan und Amoralität

 
Was hat James Camerons Film Avatar mit Afghanistan zu tun? Und was hat der Begriff Amoralität im Kontext mit Afghanistan und Avatar im Titel zu suchen? Darum geht es in dieser Fortsetzung meines Beitrags von letztem Samstag. Den Schwerpunkt des heutigen Artikels werde ich auf die Ethik legen; ein Begriff, der heute im öffentlichen Raum keine Rolle mehr zu spielen scheint. Dies finde ich nicht nur sehr bedauerlich, sondern es bereitet mir sogar Sorge, denn wo es an Ethik mangelt, ist es mit der Kultur nicht mehr weit her.
 
Nun möchte ich allerdings nicht seitenlang abstrakt darüber debattieren, was Ethik ist, worin sie sich von Moral unterscheidet und dergleichen mehr. Daher an dieser Stelle ein Link zu einer Seite, die recht griffig den Begriff Ethik erläutert und in Kurzform auf verwandte Begriffe, Art und Herleitung sowie inhaltliche Aussagen und Art und Begründung der Ethik eingeht (die Seite öffnet sich in einem neuen Fenster). Wenn ich nun also von Ethik spreche, dann meine ich damit explizit eine humanistische, demokratische Ethik.
 
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3. Advent - John Tavener – The Protecting Veil

 
Der 3. Advent steht im Zeichen der Freude. Daher möchte ich heute einen Komponisten vorstellen, dem die orthodoxe Religion nach eigenem Bekunden seine Werke „in Ikonen aus Noten statt aus Farbe“ verwandelt hat. Die Rede ist vom britischen Komponisten John Taverner. In seiner Tonsprache versucht er alles Unwesentliche abzustreifen.
Dies ist ihm besonders bei seinem Werk The Protecting Veil von 1987, das ich in diesem Beitrag besprechen werde, sehr gut gelungen.
 
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Tintagel – Mythos, Ton, Symbol und Traum

 
Tintagel, die legendäre Burg in Cornwall, seit Tennyson Geburtsstätte von König Arthur, hat von jeher die Phantasie jener Künstler beflügelt, die einen Sinn für Romantik besitzen und sich den Glauben an die Kräfte der Mystik und des Mythos erhalten haben. Zwei Werke solcher Künstler möchte ich heute vorstellen und empfehlen. Sie könnten verschiedener nicht sein, trotz des gleichen Titels.
 
Das eine ist eine symphonische Dichtung des britischen Komponisten Arnold Bax, das andere ein Science Fiction Roman des amerikanischen Autors Paul Cook. Beide haben an der Vollendung ihres Werks rund drei Jahre gearbeitet. Und wenn vom Komponisten Arnold Bax der Ausspruch überliefert ist, daß ihm die ganze Musikgeschichte nicht das wert sei, was das Werk Yeat’s ihm gebe, so verhält es sich bei Paul Cook genau entgegengesetzt, dem ohne die Werke der modernen klassischen Musik sein Roman undenkbar erscheint.
 
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Zwischen den Kriegen – Eine Kurzgeschichte zum Antikriegstag

 
Übermorgen, am 1. September, ist wieder Antikriegstag. 1957 vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ins Leben gerufen, um an den Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen zu erinnern, der den 2. Weltkrieg zur Folge hatte, entwickelte sich der Antikriegstag im Laufe der Zeit mehr und mehr in Richtung Weltfriedenstag, auf dem gegen sämtliche Kriege Stellung bezogen wurde und wird, auch gegen aktuelle Kampfeinsätze.
 
Eine Weile sah es so aus, als brauchte die Menschheit sich keine Sorgen mehr zu machen wegen eines 3. – womöglich auch noch atomaren – Weltkrieges; doch das hat sich wieder geändert. Angesichts der Unfähigkeit der Politik, Konflikte friedlich zu lösen, ist das Szenario eines Krieges mit Atomwaffen nicht mehr zur Gänze auszuschließen. Mir drängt sich da die Frage auf, wie weit es eigentlich tatsächlich her ist mit dem sogenannten geistigen und kulturellen Fortschritt unserer Spezies.
 
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Blade Runner – Erstveröffentlichung vs. Ridley Scott’s Director’s Cut

 
Im vorherigen Beitrag ging es noch hauptsächlich um die Romanvorlage des Films: Träumen Roboter von elektrischen Schafen? von Philip K. Dick. Heute geht es um die Geschichte zur Verfilmung, um die zwei verschiedenen Fassungen und um die Frage, warum Blade Runner in der Tat zu den besten Science Fiction Filmen gehört, die je über die Leinwand geflimmert sind – und damit ist ausdrücklich der Director’s Cut gemeint.
 
Doch da dieser erst ein knappes Jahrzehnt nach der Veröffentlichung der - durch die Produzenten angeordneten - verstümmelten Fassung von 1982 erschien, gehe ich natürlich zunächst auf diese erste Veröffentlichung ein; denn anhand der Irritationen, die die 1982er-Version bei so manchem Kinogänger ausgelöst hat, läßt sich besonders gut darstellen, warum der 1991 erschienene Director’s Cut (also die Originalversion) so genial ist.
 
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Philip K. Dick - Träumen Roboter von elektrischen Schafen?

 
Wie in der Einführung zu dem US-amerikanischen Autor Philip K. Dick angekündigt, folgt heute der Artikel zu seinem 1966 geschriebenen Roman „Do androids dream of electric sheep?“ (dt. Träumen Roboter von elektrischen Schafen?), der 1968 veröffentlicht wurde. Kurze Zeit nach der Veröffentlichung erwarb die Filmindustrie bereits eine Option auf eine mögliche Verfilmung, die dann um 1973 etwa konkret wurde durch die Vorlage eines ersten Drehbuchs, das Philip K. Dick jedoch für ziemlich unausgegoren hielt.
 
Die Geschichte um die (langwierige) Entstehung und Realisierung des Films wird in der Fortsetzung (nächste Woche) Bestandteil dieses zweiteiligen Beitrags sein. Immerhin zogen von der Option bis zur endgültigen Verfilmung unter Regisseur Ridley Scott Anfang der 1980er Jahre über 10 Jahre ins Land, einschließlich wechselnder Drehbuchautoren und Konzeptionen, die schließlich in den SF-Klassiker „Blade Runner“ mündeten, den es jedoch ebenfalls in verschiedenen Fassungen gibt.
 
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Die Wiederkehr des Philip K. Dick

 
Dieser Beitrag ist der Auftakt zu einer lockeren Folge von Artikeln zu dem 1982 verstorbenen US-amerikanischen Autor Philip K. Dick und seinem literarischen Schaffen. Dick wurde mitten in der Rezession am 16. Dezember 1928 geboren. Er kam früh zur Science Fiction und zum Schreiben. Bereits als Jugendlicher verfaßte er erste Kurzgeschichten. Zudem schrieb er Texte für eine Radiosendung, die sich mit klassischer Musik befaßte.
 
Nachdem er 1947 die Schule verlassen hatte, arbeitete er in einem Schallplattenladen. In etwa jener Zeit lernte er Anthony Boucher kennen, den Herausgeber des Magazine of Fantasy and Science Fiction, der ihn dazu animierte, wieder mit dem Schreiben von Kurzgeschichten zu beginnen. Dick nahm Boucher beim Wort, schrieb und verkaufte schließlich 1951 seine erste SF-Kurzgeschichte („Roog“) an eben jenen Boucher. Bereits im Jahr darauf entschloß sich Dick, seinen Job zu schmeißen und von nun an als freiberuflicher Schriftsteller zu leben.
 
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Silent Running - Lautlos im Weltraum

 
Als der US-amerikanische Science-Fiction-Film 1972 (Herstellungsjahr 1971) erschien, war es tatsächlich noch still im Weltraum der SF-Filme. Dies änderte sich bekanntlich mit dem Erscheinen des ersten Films der „Star Wars“-Reihe. Seitdem ist es in Filmen selten still im All. Doch Ende der 1960er Jahre bis Mitte der 1970er ging es den Geschichtenerzählern und Regisseuren noch um etwas anderes als um Kämpfe mit Außerirdischen und bloße Action.
 
Das All ist dunkel. Das All ist leer. Es ist kalt - und still. Und der Mensch machte sich in jenen Zeiten gerade erst auf zu den Sternen. Als Stanley Kubrick die Kurzgeschichte „The Sentinel“ von Arthur Clarke 1968 unter dem Titel „2001 – Odyssee im Weltraum“ verfilmte, wurden diese Tatsachen noch gewürdigt. Darum ist z. B. der Asteroidengürtel hinter dem Mars recht „leer“, und die Szenen auf dem Mond sind wie eine Vorwegnahme der tatsächlich später stattfindenden Mondlandung. Auch Douglas Trumbull, der mit Silent Running als Spielfilm-Regisseur debutierte, achtete darauf, ein möglichst realistisches Weltraum-Szenario auf die Leinwand zu bringen.
 
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